Kriminalität 31 Jahre alte Pflegeschülerin tot in Wohnheim gefunden

Erneut wurde eine junge Frau in einem Stuttgarter Wohnheim getötet. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Erneut wurde eine junge Frau in einem Stuttgarter Wohnheim getötet. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Die Frau erschien nicht zur Arbeit, ihre Vorgesetzte schlug Alarm. Der Fall erinnert an einen schrecklichen Vorfall am selben Ort.

In Stuttgart sorgt ein Kriminalfall für Schlagzeilen: Eine 31-jährige Frau ist tot in ihrer Wohnung in einem Wohnheim gefunden worden. Als sie am Dienstag nicht zur Arbeit erschien, schlug ihre Vorgesetzte Alarm. Kurz darauf machte die Polizei die grausige Entdeckung: In der Wohnung lag die Leiche der jungen Frau. 

Eine Obduktion ergab demnach, dass die Frau durch Gewalt starb. Das Tötungsdelikt ist laut Polizei in einem Wohnheim des Stuttgarter Klinikums geschehen. Und es traf eine Frau, die eine Ausbildung zur Pflegerin machte. Zuerst hatte die "Stuttgarter Zeitung" berichtet. 

Mord im gleichen Wohnheim vor fast drei Jahren 

Der Fall weckt Erinnerungen an ein brutales Verbrechen in Stuttgart im August 2023: Damals wurde eine 32 Jahre alte Pflegeschülerin in ihrer Wohnung im selben Wohnheim von der Polizei gefunden – getötet von ihrem Ex-Partner. "Die beiden Fälle haben überhaupt keinen Zusammenhang", sagt eine Polizeisprecherin nun zu dem aktuellen Fall.

Das Gericht verurteilte den Täter des ersten Falls im Jahr 2024 zu lebenslanger Haft. Mit 22 Messerstichen, so die Überzeugung der Richter damals, hatte der Deutsch-Pole die Frau angegriffen, getrieben von einem "absoluten Vernichtungswillen".

Ermittlungsgruppe "Ring" will Fall klären

Im Fokus der Ermittlungen des aktuellen Verbrechens steht ein 32 Jahre alter Bekannter der Frau. Der Verdächtige soll laut Polizei palästinensische Wurzeln haben, seine Staatsangehörigkeit ist aber noch unklar. Die Ermittlergruppe nennt sich "Ring", benannt nach dem ringförmigen Treppenhaus des Wohnheims.

dpa