Notfahrplan Hiddensee "Görmitz" soll Amtshilfe für Hiddensee leisten

Der Eisbrecher "Görmitz" des WSA Ostsee soll helfen. Foto: Stefan Sauer/dpa
Der Eisbrecher "Görmitz" des WSA Ostsee soll helfen. Foto
© Stefan Sauer/dpa
Für die Insel Hiddensee gilt weiter der Notfahrplan. Ein Eisbrecher ist im Einsatz, aber Passagierplätze sind nur für Notfälle reserviert. Touristische Fahrten sind ausgesetzt.

Das Mehrzweckschiff "Görmitz" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee (WSA) soll im Laufe der kommenden Tage eingesetzt werden, um den Transport von Waren für die Grundversorgung der Insel Hiddensee zu unterstützen. Der Einsatz erfolge im Rahmen eines Amtshilfeersuchens des Landkreises. Derzeit laufe die Terminabstimmung, teilte eine Sprecherin der Behörde mit. 

Das 36 Meter lange Schiff hat die Eisklasse "E1" und kann Eis bis zu einer Dicke von 30 Zentimetern bei einer konstanten Fahrt von zwei Knoten (3,7 Kilometer pro Stunde) brechen. Die Fähre "Vitte" wird nach einem Eisschaden und einer Leckage in Stralsund repariert. "Wir sind guter Dinge, sie bis Mittwoch wieder im Einsatz zu haben", sagte Martin Breitkreutz von der Weißen Flotte in Stralsund.

"Das haut hier keinen um"

Derzeit verkehrt nur der Eisbrecher "Swanti" nach einem Notfahrplan. Er sichert die Grundversorgung der Ostsee-Insel. Auf dem Schiff sind 20 Plätze für Notfall-Mitfahrten reserviert. Dazu zählten etwa nicht aufschiebbare Arzttermine, dringende Handwerker-Einsätze etwa bei einem Rohrbruch oder medizinische Notfälle, so die WSA-Sprecherin. Der touristische Reiseverkehr ist derzeit gesperrt. 

Auf der westlich von Rügen gelegenen Insel Hiddensee leben rund 1.000 Menschen. Viele nehmen die Situation dort gelassen. "Das haut hier keinen um. Die Menschen sind das im Winter gewohnt", sagte ein Insulaner telefonisch der dpa. Vor allem der südliche Teil der Insel um Neuenburg sei im Winter zuerst zugefroren. Dort ist der Abstand zum Festland am geringsten. Früher seien dort im Winter Pferdekutschen und Autos über das Eis gefahren.

dpa

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