Nicht Berlin, nicht München, nicht Frankfurt - sondern eine kleine Stadt im Breisgau wird Standort für eine Kunst-Premiere in Deutschland. In Emmendingen werden zum ersten Mal hierzulande Kunstwerke von Filmstar Johnny Depp ausgestellt. Den Zuschlag erhielten die Queens Kunstgalerien. Am Samstag öffnen die Türen der Ausstellung.
Der Weg dorthin war nicht einfach, erzählte der Geschäftsführer der Galerie, Ted Bauer: "Es ist nicht so, dass man da einfach mal bei einer Telefonnummer anruft und fragt, ob man die Ausstellung machen kann." Er habe vier Jahre daran gearbeitet, das Projekt auf die Beine zu stellen. Durch gute internationale Vernetzung sei der Kontakt mit Depps Management zustande gekommen und man habe sich schließlich gegen mehrere Bewerber durchsetzen können, so Bauer. "Ich werde immer wieder gefragt, warum Emmendingen? Aber ich denke mir dann, warum nicht?"
Andrang wie nie zuvor
Noch nie habe es einen solchen Ansturm auf eine Ausstellung gegeben, führt Bauer weiter aus. Dreizehn limitierte Werke und einige Unikate gehören dazu. Zu sehen sind unter anderem Selbstbildnisse und Porträts von Weggefährten Depps wie Liz Taylor, Al Pacino und Keith Richards. Weil bereits einige Tage vor Eröffnung Werke ausverkauft waren, wurden Bauer zufolge weitere Stücke zur Galerie nachgesendet. Depp selbst werde bei der Ausstellung nicht vor Ort sein.
Die Ausstellung läuft bis zum 12. April - weitere an anderen Standorten sollen folgen. Man habe mit Depp einen langfristigen Vertrag geschlossen und Bauers Firma vertrete ihn nun im deutschsprachigen Raum. Emmendingen reiht sich damit in eine illustre Liste ein: Depp ging erstmals 2022 mit seiner Kunst an die Öffentlichkeit, seitdem folgten Ausstellungen unter anderem in New York City, London und Tokio.