Vor dem Landgericht München I wird das Urteil gegen einen katholischen Priester aus dem Bistum Freiburg erwartet, der zwei Jugendliche nach einem Oktoberfest-Besuch missbraucht haben soll. Er hat die Vorwürfe gegen ihn zu Beginn des Prozesses eingeräumt.
Laut Anklage lud der Mönch, der damals im Rahmen eines sogenannten Gestellungsvertrages als Pfarrer in einer kleinen Gemeinde tätig war, die Teenager im Jahr 2005 auf die Wiesn in München ein. Er kaufte ihnen viel Alkohol und verging sich danach in einem Hotelzimmer an den völlig betrunkenen und darum wehrlosen Jugendlichen.
Der heute 58-Jährige, der zuletzt in einem Kloster in Oberbayern lebte, ist wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen und widerstandsunfähigen Personen angeklagt.
Er soll der Staatsanwaltschaft zufolge zwischen 1997 und 2008 im Pfarrheim seiner damaligen Gemeinde mit männlichen Teenagern im Alter zwischen 14 und 17 Jahren getrunken haben. Schon dabei soll er seine Opfer missbraucht und den Missbrauch auch fotografiert haben.