Nach dem Stromausfall in Teilen Berlin fordert CSU-Chef Markus Söder Ermittlungen gegen die Verantwortlichen durch Bundesbehörden. Der Vorfall zeige, dass der Linksterrorismus wie der Rechtsterrorismus eine Herausforderung in Deutschland sei, sagte der bayerische Ministerpräsident beim Auftakt der CSU-Klausur im oberbayerischen Kloster Seeon.
Ruf nach Generalbundesanwalt und Bundesbehörden
"Deswegen, glaube ich, sollte man dieses Thema nicht nur lokal, sondern national behandeln", betonte Söder. Der Generalbundesanwalt und die Bundesbehörden sollten sich damit auseinandersetzen und klären, wer hinter der Gruppe stecke, die sich zu dem Brandanschlag bekannt hätten. "Die Sicherheit der Bevölkerung steht letztlich immer an erster Stelle", sagte Söder, daher müsse man prüfen, wie man die "so schnell wie möglich fangen" könne. Auch gelte es zu klären, ob sie allein oder möglicherweise international agiert hätten.
Bayern checkt eigene Stromleitungssysteme auf Risiken
Mit Blick auf Bayern betonte Söder, derzeit werde alles gecheckt, um vergleichbare Vorfälle "vor allem für die Länge der Zeit" zu verhindern, "sodass uns eine lange Zeit ohne Strom, eine lange Zeit der Verletzlichkeit hoffentlich erspart bleiben kann".
Folgen des Brandanschlags am Samstag noch immer spürbar
Ursache des Stromausfalls war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte. Am Samstagmorgen waren im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Auch Tage danach sind weiterhin rund 25.500 Haushalte und etwa 1.200 Unternehmen ohne Strom, da die Reparaturarbeiten unter anderem durch die extreme Kälte erschwert werden. Bis alle betroffenen Haushalte wieder am Netz sind, soll es noch etwa bis Donnerstagnachmittag dauern.