Der FC Bayern wird im sportlich unbedeutenden Auswärtsspiel in Mainz nach Andeutungen von Trainer Vincent Kompany wohl viele Stammspieler schonen. Die bereits als Meister feststehenden Münchner wollen kein Risiko von Verletzungen ihrer Stars eingehen, die in der nächsten Woche im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain gefordert sind. "Es kann sein, dass wir Entscheidungen treffen, die ein bisschen logisch sind, was vielleicht Belastungssteuerung angeht oder einfach, wenn einige Jungs vielleicht Probleme haben", sagte Kompany etwas verklausuliert.
Die Bayern hatten schon zuletzt gegen Stuttgart (4:2) einige Leistungsträger geschont - und da ging es noch darum, den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga fix zu machen. Nun beim FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wolle Kompany jene Spieler aufstellen, "die sich keine Gedanken machen müssen, weil die einfach fit und frisch sind". Namen nannte der Belgier dabei keine, unterstrich aber, dass es darum gehe, "vernünftige Entscheidungen" zu treffen.
Kompany räumt ein: PSG im Hinterkopf ist "normal"
Auf den Königsklassen-Kracher gegen Titelverteidiger PSG wollte der Coach noch nicht eingehen. Dass das Highlight-Match am kommenden Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) im Pariser Prinzenpark aber bereits im Hinterkopf seiner Spieler sei, das könne er verstehen. "Es sind alle natürlich Menschen und das ist auch normal", sagte er. Kompany erinnerte daran, dass man vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid in einer ähnlichen Situation war. "Die Spiele sind einfach so groß, dass du die nicht wegdenken kannst."
Er selbst aber könne ein Vorbild sein und auch die Bundesligapartie ernsthaft und konsequent angehen in der Vorbereitung. Er werde in Mainz übrigens wie gewohnt sein Team trainieren und den Job nicht einem Assistenten überlassen, stellt Kompany angesprochen auf das PSG-Spiel klar - dort ist der Belgier im Hinspiel gelbgesperrt. "Nein, das Mainz-Spiel ist keine Probe", sagte er dazu.