In den bayerischen Bistümern sind im vergangenen Jahr 81.852 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Das sind etwa 5.300 weniger als noch 2024, wie aus Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hervorgeht. Der evangelischen Landeskirche (ELKB) kehrten rund 42.000 Menschen den Rücken – das ist ein Anstieg im Vergleich zu 2024, als es 39.486 Austritte gab.
Beide großen Kirchen verzeichnen somit knapp 124.000 Austritte. Die Mitgliederzahl der Landeskirche ist im Vergleich zu 2024 unter die Zwei-Millionen-Marke gerutscht. Die katholische Kirche kommt im Freistaat noch auf mehr als 5,3 Millionen Mitglieder. Nicht nur die Austritte machen den Kirchen zu schaffen, sondern auch die Tatsache, dass mehr Mitglieder sterben als Menschen neu getauft werden.
Die sinkenden Austrittszahlen seien kein Grund zur Entwarnung, aber ein Hinweis darauf, dass die Aufarbeitung und Aufklärung der Missbrauchsfälle und die damit verbundenen Reformprozesse in der Kirche wahrgenommen und anerkannt werden, sagte der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl.