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Rassistischer Geheimbund: Ku-Klux-Klan lockt neue Mitglieder mit Süßigkeiten

Sie verteilen Süßigkeiten und skandieren Parolen gegen Einwanderer. Der Ku-Klux-Klan kämpft mit kuriosen Methoden gegen Mitgliederschwund

Von Katharina Blaß

Rund 100 Mitglieder des rassistischen Geheimbundes protestierten in der Stadt Troy im Bundestaat North Carolina gegen Einwanderer. Vor dem Gerichtsgebäude in Troy skandierten sie Parolen gegen "Mischlinge", während auf der anderen Straßenseite die Verfechter der Zuwanderer Gospellieder sangen. Der Kampf der Weltanschauungen artete in ein stundenlanges "Schrei-Duell" aus, berichten Reporter des Fernsehsenders Fox. Ein Eingreifen der Polizei verhinderte eine Schlägerei.

Viele Anwohner schämten sich dafür, dass die Proteste des Rassisten-Klans in ihrer Stadt geduldet wurden. Eine Anwohnerin kommentierte die Demonstrationen: "Das ist mein Heimatstaat und ich glaube viele von uns können nicht verstehen, dass diese Leute unsere Stadt als den richtigen Ort für ihre Kundgebung empfinden."

Die Journalistin Jasmin Spencer twitterte ein Bild von der Lage vor Ort.

Seit Oktober 2013 sind rund 63.000 Kinder ohne Begleitung aus Süd- und Mittelamerika in die USA gekommen. Die Notlage der Kinder nutzt der Ku-Kux-Klan aus, um immer wieder neue Mitglieder zu rekrutieren.

Mit Süßigkeiten auf Mitgliederfang

Erst vor wenigen Tagen waren die Klan-Mitglieder mit einer eher ungewöhnlichen Methode auf PR-Tour gegangen: In der Stadt Seneca, ebenfalls in South Carolina, legten sie vor den Häusern Pakete mit Süßigkeiten ab. Dazu legten sie Flyer mit einer Telefonnummer und dem Satz "Schütze unser Land, komm in den Klan."

Einigen Anwohnern sei nicht einmal klar gewesen, dass der Ku-Klux-Klan in ihrer Stadt überhaupt noch aktiv sei, berichetet der Fernsehsender Fox. Die Pakete werden über Nacht in den Straßen verteilt.