Wetter
Eis und Schnee schmelzen - In Mittelfranken droht Hochwasser

Auch die größten Bauwerke aus Schnee und Eis verlieren irgendwann den Kampf gegen milde Temperaturen. (Symbolbild) Foto: Pia Bay
Auch die größten Bauwerke aus Schnee und Eis verlieren irgendwann den Kampf gegen milde Temperaturen. (Symbolbild) Foto
© Pia Bayer/dpa
Nach Frost, Eis und Schnee ist es in Bayern nun spürbar milder. Was Schneeglöckchen freut und Skifahrer ärgert, hat Folgen für Bäche und Flüsse. Vor allem in Franken droht nun Hochwasser.

Erst Schneechaos, jetzt Hochwasser: Das milde Wetter lässt Eis und Schnee tauen und führt schon jetzt zu einem Anstieg von Bächen und Flüssen in Mittelfranken. Ab Mittwoch weitet sich die Hochwassergefahr in Franken voraussichtlich auf weitere Gebiete aus, teilte der Hochwassernachrichtendienst mit.

Schneeschmelze: Hochwasserwarnungen in Teilen von Franken

An der Aisch von Greiendorf bis Laufermühle kam es demnach bereits zu leichten Überflutungen der niedrigsten Meldestufe eins, ebenso an der Altmühl um Thann. 

Ab der Nacht zum Mittwoch stellt sich eine Westwetterlage ein, ein Sturmtief bringt dann relativ milde Luft und Regen. Ab Mittwoch weitet sich damit laut Hochwassernachrichtendienst die Hochwassergefahr in Franken voraussichtlich auf weitere Gebiete aus. Die Experten rechnen bisher mit Meldestufen eins bis zwei, von insgesamt vier Meldestufen. 

Auch in den Mittelgebirgen setzt sich das Tauwetter fort. In Hochfranken und im Bayerwald werden es milde fünf Grad, am Spessart und im Alpenvorland sehr milde zwölf Grad. In den östlichen Mittelgebirgen weht schwacher Südwestwind, vor allem im Alpenvorland hingegen starker Südwest- bis Westwind mit stürmischen oder Sturmböen.

In der Nacht auf Donnerstag kann es wieder glatt werden

In der Nacht zum Mittwoch dürfte die Hochwassergefahr durch zunächst temporären, dann anhaltenden Regen weiter zunehmen. In Niederbayern und den östlichen Mittelgebirgen erwartet der DWD "sehr wahrscheinlich Glätte", wobei eine Glatteisbildung durch gefrierenden Regen als weniger wahrscheinlich angegeben wird. Tiefstwerte liegen zwischen plus sechs Grad am Spessart und minus drei Grad im Bayerischen Wald.

dpa