Brand
Wohnungen nach Explosion in Schöneberg teils unbewohnbar

Nach einer Explosion hängt ein Schild zur Sperrung an der Tür eines Wohnhauses in Berlin-Schöneberg. Foto: Michael Brandt/dpa
Nach einer Explosion hängt ein Schild zur Sperrung an der Tür eines Wohnhauses in Berlin-Schöneberg. Foto
© Michael Brandt/dpa
Erst ein Knall und dann ein Brand. An einem Gebäude brechen Teile der Fassade herunter. Die zuständige Bauaufsicht und das Technische Hilfswerk werden hinzugezogen.

Nach einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Schöneberg sind einige Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Menschen wurden laut Polizei nicht verletzt. 

Nach der Explosion am Montagabend im vierten Obergeschoss des Hauses kam es zu einem Brand, der schnell gelöscht wurde, wie die Feuerwehr mitteilte. Sie war nach eigenen Angaben mit 28 Einsatzkräften vor Ort. 

Ein Anwohner habe vor dem Brand einen lauten, explosionsartigen Knall wahrgenommen, teilte die Polizei mit. Brandexperten suchen nun nach dem Auslöser. Ein Bewohner des Vorderhauses berichtete einem dpa-Reporter von einem "Rumms" und einer Art Beben. Feuerwehr und Polizei seien schnell vor Ort gewesen. 

Bauaufsicht vor Ort

Das Gebäude wurde laut Feuerwehr stark beschädigt, Teile der Fassade fielen herunter und Teile der Außenwand drohten in den Innenhof zu stürzen. Auf Fotos sind tiefe Risse im Mauerwerk zu erkennen, das Mauerwerk ist teils freigelegt, die Hauswand deutlich geneigt. 

Die zuständige Bauaufsicht und das Technische Hilfswerk wurden am Montagabend hinzugezogen, um die beschädigte Bausubstanz einzuschätzen, wie es hieß. Ein Drohnenteam half nach Angaben der Feuerwehr dabei, das beschädigte Objekt aus der Luft zu erkunden. 

Das Ergebnis der Bauaufsicht und der Drohnenbilder: Die Wohnungen im rechten und linken Seitenflügel des Hauses können nicht mehr bewohnt werden. Das Sozialamt kümmerte sich um eine Notunterbringung der Bewohner. Der Innenhof wurde der Feuerwehr zufolge vorsorglich gesperrt.

dpa