Busse und Bahnen Tarifverhandlungen für Brandenburger Nahverkehr starten

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten kommunaler Verkehrsunternehmen im öffentlichen Nahverkehr beginnen in Brandenburg.
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten kommunaler Verkehrsunternehmen im öffentlichen Nahverkehr beginnen in Brandenburg. (Symbolbild) Foto
© Soeren Stache/dpa
In allen Ländern beginnen Tarifverhandlungen mit Verkehrsunternehmen - auch in Brandenburg. Welche Forderungen hat Verdi und was hat das mit den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU zu tun?

Zum Start der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Brandenburg ruft die Gewerkschaft Verdi SPD und CDU zu ausreichenden Mitteln bei den Koalitionsverhandlungen auf. Verdi fordert für die heute beginnenden Verhandlungen mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg eine geringere Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, deutlich mehr Entgelt inklusive einer Jahressonderzahlung und mehr Urlaub.

Die Kommunen stünden in der Pflicht, die Kosten des Tarifergebnisses wieder reinzuholen, teilte die Gewerkschaft mit. "Damit die Kommunen dieser Pflicht nachkommen können, ist das Land Brandenburg gefordert, ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen." CDU und SPD müssten dies in ihren Koalitionsverhandlungen berücksichtigen.

"Unsere Forderungen sind notwendig, um den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig zu machen und qualifiziertes Personal zu halten und zu gewinnen", sagte die Verdi-Tarifverhandlerin Andrea Germanus.

In allen Ländern stehen Tarifverhandlungen in der Branche an. Betroffen sind laut Verdi fast 150 kommunale Verkehrsunternehmen.

Minister: Mehr Geld für die Bahn

Verkehrsminister Detlef Tabbert, der kürzlich aus dem BSW ausgetreten war, hält mehr Geld für die Bahn für nötig. "Wir geben zu wenig Geld in die Bahn-Infrastruktur", sagte er der "Berliner Zeitung" (Samstag).

Er warnte vor einer weiteren Erhöhung des Deutschlandtickets, das derzeit 63 Euro kostet. "Aus meiner Sicht wären 69 oder 70 Euro pro Monat jedoch die Schmerzgrenze", sagte Tabbert. "Sonst würde dem Deutschlandticket ein Begräbnis zweiter Klasse drohen."

dpa