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Am Hauptstadtflughafen BER soll der Flugbetrieb am Freitag wieder anlaufen. Das teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Wann genau die ersten Maschinen landen und starten dürften, ließ sie offen. Die Enteisung dauere entsprechend den aktuellen Witterungsbedingungen bis zu einer Stunde und damit mehr als doppelt so lange wie üblich, hieß es. Es kommt weiterhin zu massiven Verspätungen und Flugstreichungen. Wegen Blitzeises und Eisregens waren seit Donnerstagabend keine Starts und Landungen möglich.
"Eisregen eine Herausforderung"
"Das Unkontrollierbare von Glatteis gilt für alle, die sich auf dem Flughafen bewegen." Es gehe immer um den Schutz der Reisenden und der auf dem Flughafenvorfeld tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagte der Hamburger Luftfahrtexperte Cord Schellenberg.
Bei Eisregen friere die Feuchtigkeit am Boden und auf den Flugzeugen derart schnell, dass ein sicherer Betrieb nicht möglich sei. Schnee lasse sich dagegen besser bearbeiten und mit Räumfahrzeugen wegschieben. "Das ist eher winterliche Routine, während Eisregen die winterliche Herausforderung schlechthin ist."
Die unten stehende Karte enthält landesweit mögliche Warnungen vor winterlichem Wetter:
Flughafen Berlin: Schon tagsüber gab es viele Flugausfälle
Schon im Laufe des Donnerstags hatte es am Flughafen BER eine Reihe von Problemen gegeben. Zunächst konnten am Morgen nach gefrierendem Regen keine Maschinen starten. Das Enteisen der Flugzeuge nahm jeweils bis zu einer Stunde Zeit in Anspruch. Der erste Flieger hob dann am späten Vormittag ab.
Im Flugplan kam es anschließend zu erheblichen Verzögerungen und zahlreichen Ausfällen. Fluggäste mussten zum Teil lange Wartezeiten auf sich nehmen. Von den 180 geplanten Starts wurden der Sprecherin zufolge bis gegen Mittag bereits 35 komplett gestrichen und danach noch weitere mehrere Dutzend.