Empfang für Prinzenpaare
Karneval in Potsdam - und Woidke stichelt gegen Berlin

Helau! Der Präsident des Karnevalverbandes Berlin-Brandenburg, Fred Witschel (links), lässt in der Potsdamer Staatskanzlei mit B
Helau! Der Präsident des Karnevalverbandes Berlin-Brandenburg, Fred Witschel (links), lässt in der Potsdamer Staatskanzlei mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) den Narrenruf erklingen. Foto
© Markus Lenhardt/dpa
Prinzenpaare in der Staatskanzlei, aber ein Wunschgast bleibt fern: Brandenburgs Ministerpräsident Woidke feiert den Karneval als Kulturerbe und setzt eine humorvolle Spitze gegen Berlins Dauertrubel.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke steckt im Endspurt der Koalitionsverhandlungen, aber das Treffen mit den Prinzenpaaren des Karnevals lässt sich der Regierungschef nicht nehmen. Beim Empfang für den Karnevalsverband Berlin-Brandenburg in der Staatskanzlei in Potsdam sagte der SPD-Politiker, er hätte jetzt gerne mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf der Bühne gestanden. "Aber es erklärt sich auch ein bisschen, wenn man in den letzten Monaten so nach Berlin geguckt hat (...). Berlin unterscheidet sich von Brandenburg: Brandenburg hat eine fünfte Jahreszeit und Berlin hat 365 Tage Karneval."

Im vergangenen Jahr hatte Woidke bereits gesagt, dass er Wegner gerne zur Karnevalsfeier in der Potsdamer Staatskanzlei dabei haben wolle - bisher ohne Erfolg. 

Woidke würdigte den Karneval als wichtiges Kulturerbe des Landes. Er stehe auch für Zusammenhalt und Miteinander. Die Karnevalsverbände aus Brandenburg und Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen eine Anerkennung als immaterielles Kulturerbe erreichen.

dpa