Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Ostdeutschland haben im vergangenen Jahr wieder vermehrt in Wohneigentum investiert. Die Sparkassen vergaben in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg insgesamt rund 6,2 Milliarden Euro an Wohnungsbaukrediten, wie der ostdeutsche Sparkassenverband mitteilte. Das waren mehr als 21 Prozent mehr als im Jahr davor.
Gleichzeitig ließ die Sparneigung in den vier Bundesländern nach. Die verzinslichen Spareinlagen bei den Banken gingen den Angaben zufolge um 1,7 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro zurück.
Mit Blick auf die Altersversorgung brauche es in der Bevölkerung ein größeres Bewusstsein für zusätzliche Standbeine zur gesetzlichen Rente, teilte der Verband weiter mit. 65 Prozent der Ostdeutschen hätten demnach noch nie Wertpapiere besessen. Hier wollen die Institute mehr für das Thema sensibilisieren.
Die 43 Sparkassen in den vier ostdeutschen Ländern betrieben im vergangenen Jahr 975 Geschäftsstellen und damit fünf weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten stieg hingegen um 1,2 Prozent auf knapp 18.200.