Brandenburg steht nach Ansicht von Finanzminister Robert Crumbach auch wegen der Mittel der Förderbank des Landes von rund zwei Milliarden Euro vor einer wirtschaftlichen Erholung. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir (...) aus der Wirtschaftskrise herauskommen und in einen sanften, noch vorsichtigen, sehr zu pflegenden Aufschwung geraten werden in sehr naher Zukunft", sagte der parteilose Politiker. Brandenburg habe konsequent in seine wissenschaftliche Infrastruktur investiert – das sei nun ein Vorteil für Innovation und Gründungen.
Mehr als 4.400 Vorhaben wurden gefördert
Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sagte im vergangenen Jahr Fördermittel von knapp zwei Milliarden Euro für 4.439 Vorhaben in Kommunen, Hochschulen, Wirtschaft und Wohnungsbau zu. Die Zusagen sollen zu Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro in Brandenburg führen.
Mit der Förderung wurden laut ILB rund 3.000 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen sowie mehr als 1.700 Wohnungen neu gebaut oder modernisiert. Für das laufende Jahr plant die ILB nach eigenen Angaben erneut Zusagen von knapp zwei Milliarden Euro. Die Förderhöhe 2025 lag leicht unter der des Vorjahres, die damals fast 2,03 Milliarden Euro betrug.
ILB-Chef: Wirtschaft ist widerstandsfähig
Der Vorstandschef der Förderbank, Ulrich Scheppan, hält die Unternehmen in Brandenburg gerade in der Krise für widerstandsfähig. "Wir haben die zweitgeringste Quote an Unternehmensinsolvenzen gehabt im letzten Jahr gemeinsam mit Thüringen", sagte Scheppan. "Das zeigt, dass mittlerweile nach über 30 Jahren Förderung die Unternehmen ja auch eine gewisse Resilienz aufgebaut haben."
Die ILB habe einen Beitrag zur Modernisierung der Wirtschaftsstruktur geleistet und für moderne Schulen, Integration und lebenswerte Städte gesorgt.
Von Strukturwandel bis Wohnungsbau
Aus den Mitteln der Investitionsbank flossen im vergangenen Jahr rund 331 Millionen Euro Fördermittel in neun größere Vorhaben des Strukturwandels in der Lausitz, um die Folgen des Kohleausstieges abzufedern. Für den sozialen Wohnungsbau wurden 250 Millionen Euro zugesagt. Die Fördersumme für die gewerbliche Wirtschaftsförderung für kleine Unternehmen - etwa zur Schaffung von Arbeitsplätzen - verdoppelte sich auf 117 Millionen Euro.
An Kommunen gingen im Rahmen des neuen Kommunalen Investitionsprogramms Zusagen der ILB von 97 Millionen Euro. Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen im Land erhielten 44 Millionen Euro Infrastrukturförderung. Die größten Einzelzusagen für 2025 betrafen insgesamt die Brandenburgisch-Technische Universität Cottbus-Senftenberg und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde.