Handball-Bundesliga
Nach Remis: Füchse Berlin zwischen Frust und Hoffnung

Mit 16 Paraden rettete Keeper Lasse Ludwig zumindest einen Punkt gegen Hannover (Archivbild) Foto: Andreas Gora/dpa
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Das Heimremis der Berliner gegen Hannover fühlte sich wie eine Niederlage an. Doch dank des Patzers von Konkurrent Flensburg haben sich die Chancen der Füchse auf Platz zwei dennoch verbessert.

Eigentlich gab es bei den Füchsen Berlin nach dem enttäuschenden 30:30-Remis im Heimspiel der Handball-Bundesliga gegen den TSV Hannover-Burgdorf zunächst keinen Grund zur Freude. "Wir waren nicht in der nötigen Verfassung", klagte Trainer Nicolej Krickau am Donnerstagabend.

Doch mit etwas Abstand kam noch Erleichterung hinzu. Denn zum einen hätten die Berliner die Partie auch verlieren können. "Wenn wir verloren hätten, wüsste ich nicht, wie es ausgesehen hätte", sagte Torhüter Lasse Ludwig, der den letzten Wurf von Nationalspieler Renars Uscins abwehrte und somit zumindest den einen Zähler rettete.

Füchse stehen nun vor Flensburg

Zum anderen verlor dann eine Stunde später der direkte Konkurrent SG Flensburg-Handewitt in letzter Sekunde beim neuen deutschen Meister SC Magdeburg. "Am Ende sind wir sehr glücklich mit einem Punkt. Denn das bedeutet, dass wir diese Saison noch immer in unseren Händen haben", sagte Krickau

Im Kampf um Platz zwei, der sicher für die wichtige Champions-League-Qualifikation reichen würde, haben die Füchse nach Punkten nicht nur mit Flensburg gleichgezogen, sie haben die Norddeutschen dank des besseren Torverhältnisses sogar überholt und stehen auf Platz zwei. "Mit einem blauen Auge davongekommen", wie Ludwig meinte.

Und noch drei Partien stehen aus - darunter der mögliche Showdown am letzten Spieltag daheim gegen Flensburg. Die nächsten beiden Auswärtsspiele beim ThSV Eisenach und der MT Melsungen müssen deshalb gewonnen werden. Dafür wird der Pokalsieger sich aber schnell wieder steigern müssen. Gegen Hannover waren sie nach der Länderspielpause zu selten im Spielfluss. "Wir haben zu oft nur die Bälle weitergespielt, ohne Druck zu machen. Da müssen wir besser spielen, wenn wir die Hoffnung auf Platz behalten wollen", forderte Krickau.

dpa