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Erneut Lizenz verweigert HSV Hamburg steht vor dem Aus


Bei den Fans war die Hoffnung noch groß - nun hat die Handball-Bundesliga dem HSV zum zweiten Mal die Lizenz verweigert. Dem Champions-League-Sieger 2013 droht damit der Absturz in die 3. Liga.

Die Handball-Bundesliga (HBL) hat dem HSV Hamburg auch im zweiten Anlauf die Lizenz für die nächste Saison verweigert. Der Champions-League-Sieger vom Vorjahr erhalte außerdem auch keine Lizenz für die 2. Bundesliga, da "kein vorsorglicher Lizenzantrag" für diese Spielklasse gestellt worden sei, so die HBL. Es besteht lediglich die Möglichkeit, in der 3. Liga anzutreten.

Das Gremium folgte mit seiner Entscheidung einer Empfehlung der Lizenzierungskommission. Schon in erster Instanz vor drei Wochen hatte diese dem insolvenzbedrohten HSV keine Lizenz erteilt. Damit würde HBW Balingen-Weilstetten in der Bundesliga bleiben.

Auch die nachgereichten Finanzunterlagen reichten für den HSV nicht aus. "Maßgeblicher Grund für die Entscheidung ist der weiterhin fehlende Nachweis einer gesicherten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Auch unter Berücksichtigung der nachgereichten Unterlagen ist dieser Nachweis für den Zeitraum bis zum Ende der Saison 2014/15 nicht gemäß den von allen Vereinen in gleicher Weise einzuhaltenden Lizenzierungsrichtlinien erbracht worden", heißt es in der Begründung der HBL. Als letzte Möglichkeit bleibt dem Verein nun der Gang vor das HBL-Schiedsgericht.

"Das ist für uns alle erst einmal schwer zu verdauen", teilte der HSV in einem Statement mit. "Es tut uns, die alles für diesen Verein getan haben, unfassbar Leid für unsere vielen Fans und Partner. Worte können unsere Gefühle nicht beschreiben."

car/DPA DPA

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