Illegale Müllentsorgung
Illegaler Sperrmüll auf Straßen - Senat startet Kampagne

Der Senat startet eine Kampagne gegen Sperrmüll auf Berlins Straßen. (Archivbild) Foto: Britta Pedersen/dpa
Der Senat startet eine Kampagne gegen Sperrmüll auf Berlins Straßen. (Archivbild) Foto
© Britta Pedersen/dpa
Kaputte Waschmaschinen auf dem Gehweg? Der Senat setzt auf höhere Bußgelder und mehr Aufklärung.

Gegen die illegale Entsorgung von Sperrmüll an Berliner Straßen will der Senat mit einer Kampagne vorgehen. Die Bußgelder seien bereits im vergangenen Jahr erhöht worden, nun solle die Kampagne "Einfach abstellen hat seinen Preis" das Thema noch stärker in den Fokus rücken, teilte die Senatsverwaltung mit. Letztlich habe die Beseitigung allein im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen Euro Steuergeld gekostet.

"Illegale Ablagerungen sind in den zurückliegenden Jahren zu einem immer größeren Ärgernis geworden." Kaputte Regale, defekte Waschmaschinen und andere Geräte würden regelmäßig entsorgt. Die Kampagne solle daher auch die vielen Möglichkeiten der legalen Entsorgung aufzeigen. 

Verkehrs- und Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) betonte bei der Vorstellung: "Unsere Kampagne richtet sich an diejenigen, die ihren Sperrmüll, ihre Elektrogeräte, ihren Schrott im öffentlichen Raum abstellen und damit ihr Problem buchstäblich bei anderen abladen. Ein solches Verhalten ist keine Bagatelle – sondern eine Sünde an der Natur und an der Gesellschaft, die mit angemessenen Bußgeldern geahndet wird." 

Die Stadtreinigung BSR erklärte, es gebe viele gute Angebote zur Abfallentsorgung: die 14 BSR-Recyclinghöfe, den BSR-Sperrmüll-Abholservice, die Tiptapp-App zur Transporthilfe bei der Sperrmüllentsorgung sowie die entgeltfreien Kieztage in den Bezirken. "Auch für Gewerbetreibende existieren in Berlin zahlreiche legale Möglichkeiten für die Entsorgung von Abfällen."

dpa