Klimaschutz
Schafzuchtverband startet Hirtenjahr mit Aktionstagen

Schafe tragen auch zum Erhalt historischer Parks bei. Foto: Jens Kalaene/dpa
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Von Deichpflege bis Brandschutz: Aktionstage zeigen, wie Schäfereien Landschaften bewahren und mit wirtschaftlichen Sorgen kämpfen.

Wenn Schafherden durch die märkische Landschaft oder in Berlin grasen, geht es um weit mehr als Idylle. Mit einer Reihe von Veranstaltungen will der Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg im „Hirtenjahr 2026“ auf die Bedeutung von Schäfereien für Natur-, Klima- und Landschaftsschutz aufmerksam machen. Im Juni sind mehrere sogenannte Beweidungstage geplant, bei denen Besucher Einblick in die Arbeit von Hirten und Weidetierhaltern erhalten.

„Ohne Weidetierhaltung würden viele wertvolle Landschaften verbuschen, Deiche an Stabilität verlieren und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum verlieren“, sagte der Verbandsvorsitzende Jonas Scholz in einer Mitteilung.

Beweidung kann Waldbrände eindämmen

Den Auftakt bildet am Dienstag eine symbolische Übergabe des Hirtenstabs in Seelow. Weitere Veranstaltungen folgen unter anderem in Berlin, Elsterwerda, Beelitz und Felgentreu. Geplant sind Vorführungen, Gespräche mit Schäfern sowie Fachveranstaltungen zu Themen wie Hochwasserschutz, Herdenschutz und präventivem Brandschutz.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Weidetieren im Klimaschutz. So soll etwa beim „Brandschutztag“ in Beelitz gezeigt werden, wie gezielte Beweidung helfen kann, trockene Vegetation zu reduzieren und so Waldbrände einzudämmen. Auch die Beweidung von Deichen wird als wichtiger Beitrag zur Infrastrukturpflege hervorgehoben.

Schwierige wirtschaftliche Lage

Mit den Aktionstagen will der Verband nicht nur informieren, sondern auch auf die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Schäfereien aufmerksam machen. Trotz ihrer ökologischen Bedeutung stünden zahlreiche Betriebe unter Druck.

Das europaweit ausgerufene Hirtenjahr 2026 soll die gesellschaftliche Anerkennung des Berufs stärken und langfristig bessere Rahmenbedingungen für die Weidetierhaltung schaffen.

Veranstaltungen des Schafzuchtverbands

dpa