Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus wollen den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Innenausschuss befragen lassen. "Am Montag haben wir das Krisenmanagement zum Stromausfall auf die Tagesordnung gesetzt", teilten sie mit.
"Als Grünen-Fraktion halten wir es für unerlässlich, dass der Regierende Bürgermeister sich gegenüber dem Parlament erklärt und haben um seine Vorladung gebeten", so die Fraktion weiter. "Kai Wegner muss vor dem Innenausschuss Stellung nehmen." Der CDU-Politiker hat für die Plenarsitzung am Donnerstag bereits eine Regierungserklärung zu dem Thema im Landesparlament angekündigt.
Kritik von vielen Seiten
Wegner steht seit Tagen für sein Krisenmanagement während des mehrtägigen Stromausfalls nach einem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlags in der Kritik. Sie kommt vor allem von den Oppositionsparteien, aber auch aus den Reihen des Koalitionspartners SPD. AfD und FDP forderten den CDU-Politiker zum Rücktritt auf.
Am Mittwoch hatte Wegner eingeräumt, am ersten Tag des Stromausfalls eine Stunde lang Tennis gespielt zu haben. Am Sonntag davor hatte er auf eine Journalistenfrage geantwortet, er sei den ganzen Samstag am Telefon gewesen und habe versucht zu koordinieren. Inzwischen sieht er diese Aussage selbstkritisch.