Waldbrand-Bekämpfung
Bundespolizei trainiert Wasserabwurf für Waldbrand-Einsätze

Piloten der Hubschrauberstaffel der Bundespolizei trainieren, um gegen Waldbrände gewappnet zu sein. Foto: Fabian Sommer/dpa
Piloten der Hubschrauberstaffel der Bundespolizei trainieren, um gegen Waldbrände gewappnet zu sein. Foto
© Fabian Sommer/dpa
"Wir sind einsatzbereit": In Ahrensfelde-Blumberg trainiert die Bundespolizei für Waldbrände. Wie wichtig Präzision der Piloten beim Wasserabwurf ist.

Die Hubschrauberstaffel der Bundespolizei hat sich mit einer Übung auf die Bekämpfung von Waldbränden aus der Luft vorbereitet. Die Piloten trainierten am Stützpunkt im brandenburgischen Ahrensfelde-Blumberg nordöstlich von Berlin, Wasser aus einem großen Tank mit einem Außenbehälter aufzunehmen und zielgenau abzuwerfen. 

Die Piloten der Bundespolizei sind jedes Jahr im Einsatz, wenn große Waldbrände ausbrechen - vor allem auf Gebieten mit hoher Munitionsbelastung. "Wir sind einsatzbereit und jederzeit abrufbar", sagte der Einsatzpilot Jörg Niewar von der Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg. 

Präzision ist gefragt

Bei den regelmäßigen Übungen gehe es darum, im Einsatzfall sichere Verfahren fliegen zu können, um die Feuerwehr zu unterstützen. Es sei schon eine Herausforderung für die Brandbekämpfung per Hubschrauber, bis zu 2.000 Kilo Gewicht im Außenbehälter - einen sogenannten Bambi Bucket - aufzunehmen.

 Geschulte Piloten müssten sicherstellen, dass dies gleichmäßig funktioniere und keine unkontrollierten Steuerbewegungen gemacht werden, erklärte Pilot Niewar. Zudem geschehe dies meist im Sommer bei großer Wärme, die Beeinträchtigungen für die Fliegerei mit sich bringe. Denn die Luft werde dünner und "wir brauchen viel mehr Auftrieb". 

Hubschrauber im Juli 2025 oft im Einsatz

Im vergangenen Sommer flogen die Piloten wegen der Waldbrände in Ostdeutschland mehrere Einsätze. Sie unterstützten bei der Bekämpfung der Waldbrände in Treuenbrietzen und Jüterbog (Brandenburg), auf den Saalfelder Höhen in Thüringen und in der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg. Polizeihubschrauber warfen allein im vergangenen Juli mehr als 1.100.000 Liter Wasser in die Flammen ab, wie die Bundespolizei mitteilte.

Die eingesetzten Polizeihubschrauber sind vielfältig einsetzbar, nicht nur für den Transport von Polizeikräften, sondern auch zum Transport von Lasten und zur Rettung von Menschen, wie es hieß. Eine Flugstunde kostet laut Bundespolizei zwischen 4.000 und 5.000 Euro.

dpa

Mehr zum Thema