Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sein Smartphone nach eigenen Angaben immer in der Nähe. "Auch nachts bin ich immer zu erreichen, weil man nie weiß, was passieren kann", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Wegner steht in der Kritik, weil er am ersten Tag des großflächigen Stromausfalls im Südwesten Berlins für eine Stunde Tennis spielen war. Natürlich habe er auch da sein Handy dabeigehabt,
Er habe das Smartphone in der Tennishalle auf die Seitenbank gelegt, wo die Tennistasche stand und darauf geachtet, dass es nicht auf stumm, sondern auf laut gestellt gewesen sei. "Wenn das Handy da liegt, hört man es selbstverständlich", erklärte Wegner.
"Ich bin dann immer mal wieder zur Bank gegangen und habe nachgesehen: Gibt es eine Nachricht? Ist was passiert? Gibt es was Neues?", so der Regierende Bürgermeister.
Laute Kritik an Wegner
Wegner hatte das Tennisspiel zunächst unerwähnt gelassen. Auf eine Journalistenfrage hatte er geantwortet, er sei den ganzen Tag am Telefon gewesen und habe versucht zu koordinieren. Inzwischen sieht er diese Aussage selbst kritisch. Insbesondere die Oppositionsparteien werfen ihm sein Verhalten vor. AfD und FDP forderten den CDU-Politiker zum Rücktritt auf.