Schneefall und Eisglätte sorgen in Berlin und Brandenburg für Verkehrsbehinderungen. Es gebe glättebedingt mehr Unfälle als üblich, sagte ein Polizeisprecher in Potsdam.
So legte ein verunglückter Lastwagen die Autobahn 9 bei Rabenstein/Fläming in Brandenburg (Landkreis Potsdam-Mittelmark) lahm. Das Abschleppunternehmen sei wegen des Wetters erst am Nachmittag eingetroffen, sagte der Polizeisprecher. Für Berlin waren zunächst keine größeren Unfälle bekannt.
Verspätungen am Flughafen BER
Am Flughafen BER kam es witterungsbedingt zu Verspätungen, Reisende müssten mit Wartezeiten rechnen, sagte ein Sprecher. Der Flughafenbetrieb laufe trotz erschwerter Witterungsbedingungen stabil. Neuschnee werde fortlaufend geräumt.
Auch die Wetterlage in anderen Teilen Europas wirkte sich auf den Flugplan aus. Zwei Abflüge nach Amsterdam sowie zwei Ankünfte von dort seien von der anbietenden Airline gestrichen worden. Der Flughafen empfahl Passagieren, sich vor Reiseantritt über ihren Flug zu informieren.
In Nauen in Brandenburg (Kreis Havelland) kam ein Bus des Schienenersatzverkehrs von der Straße ab und fuhr gegen einen Zaun. Es gab laut Polizei keine Verletzten, der Zaun ist allerdings kaputt. Der Bus wurde abgeschleppt.
Der Deutsche Wetterdienst sagte Neuschnee zwischen der Prignitz, dem Berliner Raum und Frankfurt (Oder) von teils zehn Zentimetern voraus, örtlich könnten es auch 15 Zentimeter sein. In der Nacht zum Sonntag soll es frostig werden, deshalb kann es am Sonntagmorgen besonders glatt sein. Für Sonntag und Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst einzelne Schneeschauer.
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Gas aus verunglücktem Lkw ausgetreten
Der gasbetriebene Lastwagen auf der A9 war nach Angaben der Feuerwehr am Freitagabend in Richtung Berlin von der Fahrbahn abgekommen und in die linke Leitplanke geprallt. Er blieb auf der Autobahn stehen, die Fahrbahn wurde deshalb gesperrt. Als mögliche Unfallursache werde Glätte vermutet, teilte die Feuerwehr mit. Bestätigt sei dies jedoch nicht.
Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen, konnten jedoch vor Ort medizinisch versorgt werden. Weil der verunglückte Lkw gasbetrieben war, trat Gas aus dem Fahrzeug aus. Eine Gefahr für Menschen, Tiere oder die Umwelt bestand laut Einsatzkräften nicht, die Bergung gestalte sich dadurch jedoch schwierig.
Die Autobahn war bereits über Nacht gesperrt gewesen, viele Autofahrer hatten stundenlang im Stau gestanden. Seit den frühen Morgenstunden wurde der Verkehr über umliegende Landstraßen umgeleitet, auch dort kam es zu Verkehrsbehinderungen. Eine Spezialfirma aus Dessau wollte das ausströmende Gas kontrolliert abfackeln. Anschließend sollte der Lkw geborgen und die Fahrbahn wieder freigeräumt werden.