Der Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder pausiert wieder. Der Verhandlungstag am Dienstag wurde bereits nach eineinhalb Stunden beendet, die Termine am Donnerstag und Freitag fallen aus, wie das Landgericht verkündete.
Der Hintergrund: Die für das Verfahren entscheidenden Vernehmungen von Beschuldigten aus Israel können wegen des Iran-Kriegs derzeit nicht stattfinden. Ein anderes Beweisprogramm an den nächsten beiden Verhandlungstagen liege nicht vor, sagte die Vorsitzende Richterin. Andere Zeugen hätten aus terminlichen Gründen so kurzfristig nicht vorgezogen werden können. Erst am kommenden Montag soll es mit einer Befragung weitergehen - allerdings weiterhin ohne die Beschuldigten aus Israel.
Die vier im laufenden Prozess nicht angeklagten Israelis und weitere Beschuldigte sollen im Auftrag von Christina Block nach einem langen Sorgerechtsstreit zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark entführt haben. Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur Entführung erteilt zu haben.