Udo Lindenberg und Jan Delay Seite an Seite vor einem Regenbogen, eine dröhnende Jukebox in der Ecke, darüber der Schriftzug: "Happy Birthday Udo". Zum 80. Geburtstag von Rock-Legende Lindenberg bringt die Hochbahn Hamburg gemeinsam mit dem Sänger Jan Delay einen Linienbus in Sonderedition auf die Straße, der ebenso gut im Museum stehen könnte. Der Künstler hinter dem rollenden Unikat? Der Hamburger Schüler Teoman Baykurt.
"Wusste sofort, dass das auf die Straße muss"
Die bunte Karikatur der beiden Musiklegenden Jan Delay und Udo Lindenberg entstand 2025 im Rahmen des Schulwettbewerbs "PaintBus": Teoman Baykurt, der damals die achte Klasse besuchte, landete mit seinem Kunstwerk auf dem dritten Platz und an einer Wand in der Barmbeker Drögestraße.
Dort fiel das Wandgemälde einem ganz besonderen Hamburger auf: "Ich hab‘ das Bild gesehen und wusste sofort, dass das auf die Straße muss", beschreibt es Jan Delay laut einer Mitteilung. Der Sänger habe es zufällig an der Hauswand entdeckt, sagte ein Sprecher der Hochbahn der Deutschen Presse-Agentur.
"Einfach gigantisch, was der junge Meister Teoman da gezaubert hat. Ein rollendes Denkmal in meiner Wahlheimat Hamburg, das ist ganz großes Kino", sagte Lindenberg laut Mitteilung.
Der bunte Bus fährt im Süden der Stadt
"Teoman hat den Vibe einfach getroffen", so Jan Delay. Gemeinsam mit der Initiatorin des Schülerwettbewerbs, Cläre Bordes, sei er an die Hochbahn AG herangetreten, die von der Idee eines rollenden Geburtstagsgeschenks sofort überzeugt gewesen sei.
"Teomans Kunstwerk verbindet Generationen und fängt den Charakter von Udo und Jan unserer Meinung nach richtig gut ein", sagte die Personalvorständin der Hochbahn, Saskia Heidenberger. Dass die Geburtstagsedition pünktlich zu 80 Jahren Udo Lindenberg auf die Straße komme, sei "eine Herzensangelegenheit". Lindenberg wird am Sonntag 80 Jahre alt.
Bis auf weiteres sei der Udo-Bus auf verschiedenen Linien im Süden Hamburgs unterwegs. "Das ist Zufall, da gucken wir auch immer, welcher Bus gerade frei ist zum Bekleben", sagte der Hochbahn-Sprecher. Für die Zukunft sei durchaus denkbar, dass das Kunstwerk seinen Weg auch in den Norden der Stadt findet.