Wirtschaftsverbände in Hamburg haben sich enttäuscht gezeigt vom Ausgang des Olympia-Referendums. „Wir sind weiterhin überzeugt, dass Olympische und Paralympische Spiele große Chancen für Hamburgs internationale Sichtbarkeit, wirtschaftliche Entwicklung und Infrastruktur geboten hätten“, sagte Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg.
„Ein positives Votum wäre ein wichtiges Signal gewesen, dass wir in Hamburg ambitioniert sind und uns Großes zutrauen – weit über den Sport hinaus.“ Hamburgs Zukunft hänge nicht von der Durchführung Olympischer Spiele ab, das Ergebnis sei für die Hamburger Wirtschaft dennoch eine große Enttäuschung, betonte Aust.
Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, sagte: „Wir sind überzeugt, dass Hamburg im Wettbewerb der Bewerberstädte eine starke Position gehabt hätte. Unsere Stadt hat heute eine Chance vertan, über sich selbst hinauszuwachsen.“
Spiele hätten entscheidende Zukunftsimpulse geben können
Der Präsident des Unternehmerverbands AGA, Hans Fabian Kruse, sagte, Hamburg habe eine große Chance vertan. „Olympische und Paralympische Spiele hätten unserer Stadt entscheidende Zukunftsimpulse geben können. Dass Hamburg die einzige Bewerberstadt ist, in der sich die Bevölkerung gegen Olympia entschieden hat, ist ein bitteres Signal.“
Nach Auszählung aller Stimmen lagen die Gegner der Kandidatur für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 mit 54,9 Prozent vorn. 45,1 Prozent stimmten für eine Bewerbung. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Insgesamt waren etwa 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren stimmberechtigt.