Parteitag
SPD-Chefin Leonhard stärkt Gewerkschaften den Rücken

Hamburgs SPD-Vorsitzende Melanie Leonhard hat den Gewerkschaften den Rücken gestärkt. Foto: Georg Wendt/dpa
Hamburgs SPD-Vorsitzende Melanie Leonhard hat den Gewerkschaften den Rücken gestärkt. Foto
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Zum achten Mal hat Verdi 2026 zu einem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Auch wenn es viele nervt, gehört das in einer sozialen Marktwirtschaft dazu, findet die Hamburger SPD-Chefin.

Hamburgs SPD-Vorsitzende Melanie Leonhard hat trotz des Ärgers vieler Bürgerinnen und Bürger über die zahlreichen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr den Gewerkschaften den Rücken gestärkt. "Bei allen Beschwernissen, die uns das individuell vielleicht auch gerade heute macht, das Thema Arbeitskampf und Streik ist eine wichtige Säule der sozialen Marktwirtschaft und deswegen stehen wir auch dafür ein", sagte Hamburgs Wirtschaftssenatorin am Samstag auf einem Landesparteitag der SPD.

Leonhard: "Unsere Solidarität gilt euch und dem, was ihr tut"

Sie betonte in Richtung der als Gäste geladenen Vertreterinnen von DGB, IG Metall und NGG, Mitbestimmung lebe davon, dass auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Instrumente haben, um ihre Auffassung deutlich zu machen und eben auch in eine Auseinandersetzung gehen zu können. Das gehöre in einer liberalen Demokratie dazu. "Und deswegen fühlt euch unterstützt, unsere Solidarität gilt euch und dem, was ihr tut", sagte Leonhard.

Zum inzwischen achten Mal in diesem Jahr standen am Samstag wegen eines Warnstreiks alle U-Bahnen in Hamburg still. Auch der Busverkehr war stark eingeschränkt, wie die Hamburger Hochbahn auf ihrer Internetseite mitteilt. Einzelne Buslinien der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) fahren nach Fahrplan oder unregelmäßig.

Seit Samstagnacht 24-stündiger Warnstreik

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der Hochbahn sowie der VHH zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Dieser begann Samstagnacht um 3.00 Uhr und soll Sonntagnacht um 3.00 Uhr enden. Nicht betroffen sind die S-Bahnen und die Hafenfähren.

Nach Angaben der Hochbahn hat Verdi in diesem Jahr bereits achtmal zu einem Warnstreik aufgerufen. Erst am vergangenen Donnerstag war die Hochbahn für 24 Stunden bestreikt worden. Ende Februar hatten Beschäftigte sowohl von der Hochbahn als auch von den VHH für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt. Hintergrund seien weiterhin schwierige Tarifverhandlungen, teilt die Hochbahn mit. Die Gespräche sollen am Montag fortgesetzt werden.

dpa

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