Die schleswig-holsteinische SPD-Fraktion wirft der Landesregierung schwere Fehler in der Bildungspolitik vor. Das ziehe sich durch die gesamte Regierungszeit von CDU-Ministerpräsident Daniel Günther, sagte Oppositionsführerin Serpil Midyatli der Deutschen Presse-Agentur.
"Wir haben wirklich einen massiven Bildungsabbau in Schleswig-Holstein. Bildungsstudien zeigen, dass Schleswig-Holstein schlechter wird." Als Reaktion darauf würden noch mehr Lehrerstellen abgebaut, kritisierte die Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD.
Midyatli: Zusätzliches Geld für Bildung ist nötig
Es sei ihre Überzeugung und die des designierten Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Ulf Kämpfer, dass zusätzliches Geld in die Bildung investiert werden muss. "Die streichen tatsächlich auch in sehr sensiblen Bereichen." Midyatli nannte die DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache). Unter Berufung auf Zahlen der Landesregierung sagte sie, es wurden bereits 2025 mehr als 500 Lehrerstellen gestrichen. "Bildungspolitik wird auf jeden Fall ein Schwerpunkt sein", sagte Midyatli mit Blick auf den bevorstehenden Landtagswahlkampf.
Ein weiteres wichtiges Thema sei die Wohnungsbaupolitik. Die Landesregierung bleibe stets hinter ihren Zielen. "Die Lücke zwischen dem Bestand an bezahlbarem Wohnraum und dem, was wir brauchen, wird immer größer." Mehr bezahlbarer Wohnraum brauche mehr Geld vom Land.