Hunderte Beschäftigte der Hamburger Hochschulen sind in der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst in einen Warnstreik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich mehr als 1.000 Menschen an dem Demonstrationszug, der vom Campus der Universität zur Hochschule für Angewandte Wissenschaften führte.
Die Arbeit niederlegen sollten beim bundesweiten Branchenstreiktag alle studentischen Beschäftigten, alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten sowie Dual Studierende. Betroffen waren laut Verdi alle Universitäten und Hochschulen, die Staats- und Universitätsbibliothek und das Hamburger ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
Demonstration auf dem Uni-Campus
Auf dem Campus der Universität forderten die Demonstranten unter anderem bessere Arbeits- und Studienbedingungen. Auf Transparenten und Plakaten hieß es unter anderem "Ausfinanzierung statt Mangelverwaltung!" und "Weil sparen an Bildung sparen an Zukunft ist". Ebenfalls war zu lesen: "Get organized to strike". In der aktuellen Tarifrunde der Länder haben die Gewerkschaften an mehr als 60 Hochschulstandorten zu Aktionen aufgerufen.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. Verdi fordert unter anderem Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Zudem will Verdi erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt. Die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam ist am 11. Februar geplant.
Donnerstag ist bundesweiter Streiktag Bildung
Für Donnerstag hat die Gewerkschaft GEW zum bundesweiten Streiktag "Bildung" aufgerufen. In Hamburg würden dabei Streikende auch aus den GEW-Landesverbänden Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erwartet. Auftakt zur Demonstration sei um 11.30 Uhr am Dammtorbahnhof. Von dort gehe es zur Finanzbehörde, zum Rathaus und zum Curiohaus der GEW, wo um 14.30 Uhr die Streikversammlung beginne. Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag zudem Dual Studierende und Auszubildende am Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) zum Warnstreik auf.