Entgelte
Demo mit Motorsägen vor Beginn der Tarifgespräche

Laut der für Waldarbeiter zuständigen Gewerkschaft sollen auch Motorsägen bei der Demo vor den Tarifgesprächen zu hören sein. (S
Laut der für Waldarbeiter zuständigen Gewerkschaft sollen auch Motorsägen bei der Demo vor den Tarifgesprächen zu hören sein. (Symbolbild) Foto
© Patrick Pleul/dpa
Hessens Landesbeschäftigte wollen besser verdienen. Sieben Prozent mehr Gehalt und ein höheres Weihnachtsgeld fordern ihre Gewerkschaften. Was sagt Innenminister Poseck?

Die Tarifrunde 2026 für die rund 58.000 Landesbeschäftigten in Hessen startet heute - begleitet von teils ungewöhnlichen Geräuschen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, die die Forst-Beschäftigten vertritt, teilte mit, dass zuvor bei einer Kundgebung (9.30 Uhr) beim Innenministerium "sicherlich auch die eine oder andere Motorsäge zu hören und sehen sein wird". Zu der Demo haben mehrere Gewerkschaften aufgerufen.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte ihnen einen "überzogenen Forderungskatalog" vorgehalten. Wegen der "ausgesprochen schwierigen Haushaltslage" müsse es darum gehen, "ein für alle Seiten tragfähiges Ergebnis zu finden". Die Tarifverhandlungen sollen am frühen Mittag (11.00 Uhr) hinter verschlossenen Türen im Innenministerium beginnen.

Ein zusätzlicher Urlaubstag? Nicht für alle Beschäftigte

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld - mindestens aber 300 Euro zusätzlich für die Landesbeschäftigten, etwa bei der Polizei, in den Schulen und in der Justiz. Auszubildende sollen 200 Euro mehr im Monat bekommen. Das Weihnachtgeld soll auf ein Monatsgehalt erhöht werden. Ausschließlich Gewerkschaftsmitglieder sollen einen zusätzlichen Urlaubstag bekommen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) etwa mahnte: "Steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und Energiekosten wirken langfristig." Eine nur moderate Anpassung der Gehälter würde faktisch weiteren Reallohnverlust bedeuten.

dpa