Mit der Krönung der neuen Spargelkönigin Elena I. und dem Stechen einiger Gemüsestangen hat Hessen Regierungschef Boris Rhein (CDU) offiziell die Spargelsaison eröffnet. "Landwirtschaft ist für Hessen ganz, ganz wichtig", sagte Rhein auf einem Betrieb in Darmstadt. Spargel sei das wichtigste Freilandgemüse im Land.
Nach den Worten der Vorsitzenden des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Chantal Wendel, wollen die Bauern die Preise für das Edelgemüse stabil halten. Sie denke, dass die Preise unter 20 Euro sein werden auch für Premiumklasse. Der kalte Winter und der sehr milde März seien gut für den Spargel gewesen. Doch die Spargelbauern plagen auch Probleme.
Kostentreiber sind teurer Treibstoff, Dünger und der Mindestlohn. "Der steigende Mindestlohn stellt für Spargelbetriebe eine große Herausforderung dar, da der Anbau sehr arbeitsintensiv ist und die Lohnkosten einen erheblichen Anteil an den Produktionskosten ausmachen", heißt es beim Bauernverband.
Gekocht wurde bei der Saisoneröffnung von Starkoch Stefan Pappert. Der gebürtige Hesse habe das Gemüse bereits auf Schloss Windsor für Queen Elizabeth II. zubereitet.
Die Spargelernte beginnt in Deutschland normalerweise in der zweiten Aprilhälfte und dauert traditionell bis zum "Johannistag" am 24. Juni. Mittlerweile beginnt sie meist bereits im März und der Verkauf dauert über den Johannistag hinaus. In Hessen gab es schon vor Ostern Spargel zu kaufen.