In Hessen erleiden nach Angaben der AOK weniger Menschen einen Herzinfarkt. Von 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern seien im Jahr 2024 310 Menschen ab 30 Jahren wegen eines Herzinfarkts in stationärer Behandlung gewesen, teilt die AOK unter Berufung auf eine eigene Auswertung mit. Sieben Jahre zuvor seien es noch 360 gewesen.
Dies sei ein Rückgang um 16 Prozent. "Der positive Trend könnte mit Rauchverzicht und einer verbesserten Behandlung der Risikofaktoren für Herzinfarkte zusammenhängen", teilt die Krankenkasse mit.
Die meisten Erkrankten wohnten 2024 mit weitem Abstand im Werra-Meißner-Kreis (500 von 100.000). Es folgt der Kreis Waldeck-Frankenberg (420). Die niedrigsten Raten gibt es den Angaben zufolge in Darmstadt und Frankfurt (jeweils 230).
Große Unterschiede nach Alter und Geschlecht
Je älter die Menschen, desto häufiger werden der Auswertung zufolge Herzinfarkte. Der altersmäßige Peak liegt demnach zwischen 85 und 89 Jahren. Bei Männern sind Herzinfarkte in allen Altersgruppen deutlich häufiger (2024: 430 von 100.000) als bei Frauen (190). Gründe können neben einem unterschiedlichen Lebensstil und biologischen Faktoren auch sein, dass Herzinfarkte wegen anderer Symptome bei Frauen nicht oder nicht rechtzeitig erkannt würden.
Die Zahlen der AOK zeigen indes einen Anstieg bei Diabetes-Erkrankungen (2024: 11,3 Prozent der Bevölkerung, 2017: 9,7 Prozent) und auch von Bluthochdruck (2024: 27,5 Prozent der Bevölkerung, 2017: 26,5 Prozent). Diese Diagnosen erhöhen die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden.
Die AOK hat die Zahlen auf Basis der Daten ihrer Versicherten auf die gesamte Wohnbevölkerung in den jeweiligen Kreisen und kreisfreien Städten sowie Bundesländern Deutschlands hochgerechnet.