WZ statt LDK oder GN statt MKK: Heimatkennzeichen für das Auto sind in Hessen beliebt und werden gut genutzt. Um die Regionalität weiter zu fördern, setzt sich Hessen im Bundesrat für Erleichterungen bei der Fahrzeugzulassung ein. "Ein Kennzeichen ist mehr als ein Blechschild am Auto. Für manche ist es Ausdruck regionaler Identität", erklärte der Minister für Bundesangelegenheiten, Manfred Pentz (CDU). Der Wunsch nach mehr Freiheit bei regionalen Kennzeichen sei immer wieder an die Landesregierung herangetragen worden.
Am Freitag soll der Antrag Hessens im Bundesrat beraten werden. "Ziel der Initiative ist es, den Kommunen mehr Spielraum bei der Gestaltung von Kfz-Kennzeichen zu geben, ohne neue bürokratische Hürden zu schaffen", erklärte Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD).
In Hessen stoßen regionale Kennzeichen auf großes Interesse
Bereits seit 2013 können sich die Menschen in Hessen wieder für diese Altkennzeichen entscheiden, die seit der Gebietsreform der 70er-Jahre abgeschafft waren:
BID für Biedenkopf im Landkreis Marburg-BiedenkopfBÜD für Büdingen im WetteraukreisDI für Dieburg im Landkreis Darmstadt-DieburgGN (Gelnhausen) und SLÜ (Schlüchtern) im Main-Kinzig-KreisHOG (Hofgeismar) und WOH (Wolfhagen) im Landkreis KasselUSI für Usingen im HochtaunuskreisWEL (Weilburg) im Landkreis Limburg-Weilburg
Zuvor waren bereits die Altkennzeichen HU (Hanau) und WZ (Wetzlar) und später DIL (Dillenburg) im Lahn-Dill-Kreis wieder eingeführt worden. "In Hessen stoßen regionale Kennzeichen auf großes Interesse", heißt es aus der Staatskanzlei.
Einführung zusätzlicher Kennzeichen ist bislang nur in engen rechtlichen Grenzen möglich. Im Bundesrat macht sich Hessen deswegen dafür stark, dass Kommunen die regionalen Buchstabenkombinationen künftig leichter vergeben können - unabhängig davon, ob ein Verbrauch der bestehenden Kennzeichenkombinationen unmittelbar bevorsteht, auf Altkennzeichen zurückgegriffen werden kann oder ob ein neuer selbstständiger Zulassungsbezirk gegründet wird.