Versicherungswirtschaft
Deutlich weniger Unwetterschäden an Autos in Hessen

Unwetter richteten vergangenes Jahr deutlich weniger Schäden an Autos in Hessen an. (Archivbild) Foto: Jonas Kießling/Wiesbaden1
Unwetter richteten vergangenes Jahr deutlich weniger Schäden an Autos in Hessen an. (Archivbild) Foto
© Jonas Kießling/Wiesbaden112/dpa
Weniger Unwetter, weniger Schäden: In Hessen mussten Kfz-Versicherer 2025 deutlich seltener zahlen als im Vorjahr. Doch die Versicherungswirtschaft warnt vor möglichen heftigen Einzelereignissen.

Unwetter und andere Naturgefahren haben 2025 in Hessen zu deutlich weniger Schäden an Autos geführt als im Jahr zuvor. Insgesamt haben Sturm, Hagel und Blitz im vergangenen Jahr rund 6.000 Fahrzeuge beschädigt und Schäden in Höhe von etwa 18 Millionen Euro verursacht. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. 2024 waren demnach noch rund 9.500 Autos betroffen gewesen, was zu einer wirtschaftlichen Gesamtschadenssumme von 29 Millionen Euro geführt habe.

Mildes Unwetterjahr 2025, aber keine Entwarnung für Zukunft

"Im Schnitt haben die Kfz-Versicherer für jeden Schaden in Hessen rund 3.000 Euro gezahlt", sagte der Hauptgeschäftsführer des GDV, Jörg Asmussen, mit Blick auf 2025.

Den Rückgang der Gesamtschadenssumme führt der Branchenverband auf ein vergleichsweise mildes Unwetterjahr in Hessen zurück. Ein ruhigeres Jahr bedeute aber keine Entwarnung, mahnte Asmussen. "Einzelne Unwetter können innerhalb weniger Stunden massive Schäden anrichten." Zudem sei zu erwarten, dass Naturgefahren langfristig zunähmen, so der Verband.

Auch bundesweit weniger Schäden

Auch bundesweit gingen die Schäden durch Unwetter laut GDV im vergangenen Jahr deutlich zurück. Insgesamt zahlten die Versicherer rund 650 Millionen Euro an ihre Kunden aus. Im Jahr 2024 mussten sie circa 1,2 Milliarden Euro aufwenden. Die bundesweiten Zahlen enthalten allerdings auch Schäden durch Überschwemmungen.

Die Bundesländer waren unterschiedlich betroffen. So wurden aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mehr Unwetterschäden an kaskoversicherten Fahrzeugen gemeldet als 2024.

Die Statistik erhebt nur versicherte Schäden - also von Autos mit Teil- oder Vollkaskoversicherung. Diese ist nicht verpflichtend, weswegen längst nicht alle Autos damit versichert sind. Die insgesamt entstandenen Schäden dürften daher ein gutes Stück höher sein. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auch in dieser Zahl ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt.

dpa