Autofahrer in Hessen müssen heute besonders mit Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei rechnen. Der "Speedmarathon" ist der Schwerpunkt der Kontrollwoche "Speed". Darauf können sich Autofahrer einstellen:
Wann und wo wird geblitzt?
Die länderübergreifende Kontrollaktion von Roadpol, dem europäischen Netzwerk der Verkehrspolizeien, findet die ganze Woche statt (13. bis 19. April). Der Schwerpunkt liegt aber auf dem heutigen Mittwoch, an dem die Polizei nach eigenen Angaben einen "Speedmarathon" mit besonders vielen Kontrollen geplant hat. Alle hessischen Polizeipräsidien beteiligen sich daran.
Um gezielt auf die Gefahren von Geschwindigkeitsüberschreitungen hinzuweisen, veröffentlicht die hessische Polizei vorab sämtliche Messstellen, die im Rahmen des "Speedmarathons" heute eingerichtet werden. Die über 230 Messstellen sind auf der Internetseite der hessischen Polizei einsehbar. Darunter befinden sich etwa Blitzer auf den Autobahnen 3, 6, 7, 45, 49, 66 und 67 sowie den Bundesstraßen 42, 43, 49, 62, 257, 450 und 485. Genauso wird aber auch auf Landstraßen und im Stadtgebiet kontrolliert.
Gleichzeitig weist die Polizei darauf hin, dass, wie an jedem anderen Tag, zusätzlich unangekündigte Geschwindigkeitskontrollen oder kurzfristige Änderungen möglich sind.
Wie geht die Polizei vor?
Allein heute seien über 570 Polizistinnen und Polizisten sowie kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, erklärte die Polizei. Sie setzt bei der Geschwindigkeitsüberwachung auf verschiedene Techniken. Dazu zählten unter anderem Handlasermessgeräte, mobile und stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen sowie zivile Polizeifahrzeuge mit moderner Videomesstechnik, die Verstöße beweissichernd dokumentieren könnten, hieß es.
Was ist das Ziel der Aktion?
"Ziel der Aktion ist es, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer für die Bedeutung angepasster Geschwindigkeit zu sensibilisieren und so zur Reduzierung von Verkehrsunfällen beizutragen", erklärte die Polizei. Dazu suchen Einsatzkräfte auch gezielt das Gespräch mit Autofahrern.
"Wer rast, spielt mit Menschenleben. Geschwindigkeitsverstöße sind kein Kavaliersdelikt. Überschreitungen können fatale Folgen haben: zerstörte Familien, verlorene Leben, unermessliches Leid für Betroffene und ihr Umfeld", mahnte Innenminister Roman Poseck (CDU). Deshalb brauche es klare Konsequenzen, mehr Kontrollen und eine unmissverständliche Haltung für mehr Rücksicht und Regelkonformität.