Frost an der Küste Rügen: Eisschollen türmen sich zu meterhohen Eisbergen auf

Eisberge auch vor Rügen - anhaltender Frost und starker Wind machen es möglich. Foto: Stefan Sauer/dpa
Eisberge auch vor Rügen - anhaltender Frost und starker Wind machen es möglich. Foto
© Stefan Sauer/dpa
Eisberge wie in Grönland oder einem Bild von Caspar David Friedrich? Frost und Wind sorgen für ein Naturschauspiel, das es an der Ostseeküste nicht jedes Jahr gibt.

Eisplatten, die sich teils meterhoch auftürmen, locken derzeit Schaulustige an Rügens Küste. Er sei schon in Grönland und Island gewesen, sagte etwa der Rüganer Gerald Schmidt in Palmer Ort am Greifswalder Bodden. "Da sieht das auch so ähnlich aus." Das letzte Mal, dass es dort ein derartiges Schauspiel gegeben habe, sei schon länger her.

Hannes Knapp, ebenfalls von der Insel Rügen, sagte: "Das ist grandios." Die Eisfiguren erinnerten an das Werk "Das Eismeer" von Caspar David Friedrich. Der romantische Maler (1774-1840) holte sich seine Inspirationen auch in Vorpommern und stammt aus Greifswald auf der anderen Seite des Boddens.

Der nordwestliche Teil des Greifswalder Boddens ist laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit sehr dichtem, örtlich bis zu 25 Zentimeter dickem Eis bedeckt. Ansonsten befinde sich im Greifswalder Bodden sehr dichtes, meist bis zu zehn Zentimeter dickes, örtlich auch dickeres Eis.

Auch andere Boddengewässer rings um Rügen sind demnach mit Eis bedeckt, ebenso andere geschützte Küstengewässer entlang der Ostseeküste. Laut Prognose wird sich weiter Eis bilden beziehungsweise die Dicke zunehmen. Durch den Wind werde insbesondere vor der Ostküste Rügens und vor Usedom Eis zusammengeschoben.

dpa