Tarife
Warnstreik in Rostock angelaufen - Vierte Tarifrunde

Verdi rief in Rostock zu Warnstreiks im ÖPNV auf. (Archivbild) Foto: Tom Weller/dpa
Verdi rief in Rostock zu Warnstreiks im ÖPNV auf. (Archivbild) Foto
© Tom Weller/dpa
Die Tarifverhandlungen im ÖPNV im Nordosten werden fortgesetzt. Pendler und Schüler müssen in Rostock wieder viel Geduld aufbringen. Busse und Straßenbahnen fahren nicht.

Wenige Stunden vor Beginn der vierten Tarifrunde für die rund 2.800 Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern sind am Verhandlungsort Rostock Warnstreiks angelaufen. Busse und Bahnen der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) blieben am Morgen in den Depots. "Es steht alles", sagte Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring. Die Beteiligung liege bei 100 Prozent. 

Die Tarifrunde beginnt um 10.00 Uhr am Sitz der RSAG. "Unser Ziel ist immer, eine Einigung zu erzielen", sagte Bähring. Allerdings liege man noch ein ganzes Stück weit auseinander. Sollte es zu einer Einigung kommen, sollen die Warnstreiks mit sofortiger Wirkung beendet werden. 

Wegen der Arbeitsniederlegung fallen aber zunächst sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie auf der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof aus. Nicht betroffen sind die S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn, die Busfahrten des Verkehrsunternehmens Rebus sowie die Fähre der Weißen Flotte zwischen Warnemünde und Hohe Düne.

Verdi fordert unter anderem eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine Erhöhung der Fahrdienstzulage auf 30 Prozent und eine Jahressonderzahlung in voller Höhe (100 Prozent). Die Arbeitgeber lehnen vor allem die verlangte Verringerung der Wochenarbeitszeit als nicht leistbar ab.

dpa