Sonnigere Tage locken derzeit viele Menschen in den Harz - doch wer sich auf den Weg macht, sollte seine Tour gut vorbereiten. Darauf weist die Bergwacht im Deutsches Rotes Kreuz (DRK) in Sachsen-Anhalt hin - und warnt insbesondere vor einem allzu sorglosen Umgang mit Wander-Apps.
Apps können in die Irre führen
Digitale Helfer sind für viele Wanderer selbstverständlich geworden, bergen aber Risiken. "Digitale Angebote können eine gute Unterstützung sein - sie ersetzen aber nicht die eigene sorgfältige Tourenplanung", sagte der Landesleiter der DRK-Bergwacht, Arne Peters. Immer wieder würden ungeprüfte Routen übernommen, was Menschen in "schwierige oder sogar gefährliche Situationen" bringen könne.
Gerade bei Apps, in denen Nutzer eigene Strecken erstellen und teilen können, sei Vorsicht geboten. Solche Routen führten mitunter durch unwegsames Gelände, in sensible Naturschutzgebiete oder nicht zum gewünschten Ziel. Auch eine falsche Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit könne schnell zum Problem werden.
Lieber zusätzlich zur Papierkarte greifen
Die Bergwacht empfiehlt deshalb, Touren vorab genau zu prüfen und nicht blind zu übernehmen. Neben digitalen Angeboten könne auch eine klassische Wanderkarte aus Papier hilfreich sein. Diese sei unabhängig von Akku und Mobilfunkempfang und zeige in der Regel geprüfte, ausgewiesene Wege.
Grundsätzlich sollten Wanderer auf eine gute Vorbereitung achten. Dazu gehören festes Schuhwerk, an das Wetter angepasste Kleidung sowie ausreichend Wasser und Verpflegung. Wichtig sei außerdem eine realistische Selbsteinschätzung, um Überforderung zu vermeiden.
Natur schützen nicht vergessen
Auch der Schutz der Natur spielt laut DRK eine wichtige Rolle. Wanderer sollten auf markierten Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen und Tiere sowie Pflanzen respektieren.
Die Bergwacht begrüßt zwar das wachsende Interesse an der Natur - entscheidend für eine sichere Tour blieben jedoch eine gute Planung und ein bewusster Umgang mit Hilfsmitteln.