Impulse von der Basis
NRW-Grüne sammeln Bürgerideen zum Landtagswahlprogramm 2027

Was soll besser werden, was soll bleiben, was muss dringend angepackt werden - die Wähler sind aufgerufen, den Grünen in Nordrhe
Was soll besser werden, was soll bleiben, was muss dringend angepackt werden - die Wähler sind aufgerufen, den Grünen in Nordrhein-Westfalen zu sagen, wo es ab 2027 langgehen soll. (Symbolbild) Foto
© David Inderlied/dpa
Von Marktplatz bis Mausklick: Bürger sollen den Grünen vor Ort und digital den kostbaren Stoff liefern, aus dem Wahlsiege gewoben werden - zündende Ideen. Wie man loswird, was sich ändern soll.

Schon ein Jahr vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gehen die Grünen auf eine sogenannte Ideen-Tour quer durchs Land. Vor Ort auf Marktplätzen und anderen Stationen sollen die Bürger bei den Grünen ebenso wie online direkt loswerden können, wo sie der Schuh drückt. Alle Anregungen werden im April und Mai gesammelt und sollen im November in die Beratungen über das Wahlprogramm einfließen, wie der Parteivorstand in Düsseldorf ankündigte. 

340 Ideen seien in den ersten Tagen bereits zusammengekommen, berichtete Landesparteichefin Yazgülü Zeybek. Thematisch gehe es etwa um die Energiewende, die Bus- und Bahnanbindung, die Kita-Betreuung, überlastete Schulen, bezahlbares Wohnen, lebenswerte Städten und das Bedürfnis nach Sicherheit und einer starken Demokratie.

Der Tour-Kalender ist auf der Homepage der NRW-Grünen zu finden - ebenso wie ein Button, über den Ideen digital hochgeladen werden können. Vor Ort seien auch die Landesminister der Partei oft mit im Gespräch, sagte Zeybek. 

Wird Neubaur Spitzenfrau der Grünen bei der Landtagswahl 2027? 

Mitte Juni steht zunächst ein Landesparteitag der Grünen mit turnusmäßigen Wahlen des Vorstands in Troisdorf an. Zeybek (39) und ihr Co-Vorsitzender Tim Achtermeyer (32) wollen dort erneut antreten - bislang ohne angekündigte Gegenkandidaturen. Beide waren nach der Landtagswahl 2022 zur neuen Doppelspitze gekürt worden und führen den mit beinahe 40.000 Mitgliedern stärksten Grünen-Landesverband Deutschlands seither.

Ob die Grünen erneut mit einer eigenen Spitzenkandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten antreten wollen und ob diese Rolle wieder Mona Neubaur zufallen soll, hat die Partei bis jetzt nicht entschieden. Mit der 48-jährigen Vize-Regierungschefin und NRW-Wirtschaftsministerin der ersten schwarz-grünen Koalition der Landesgeschichte habe die Partei aber "an der Spitze eine starke Persönlichkeit", hob Landesgeschäftsführer Raoul Roßbach hervor.

dpa