Fußball-Bundesliga Wolfsburg nach erneuter Pleite: "Es ist Abstiegskampf"

Nach der 0:1-Niederlage in Köln enttäuscht: Wolfsburgs Coach Daniel Bauer (r). Foto: Marius Becker/dpa
Nach der 0:1-Niederlage in Köln enttäuscht: Wolfsburgs Coach Daniel Bauer (r). Foto
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Zwei Niederlagen und ein schrumpfender Vorsprung: Wolfsburg steckt immer tiefer im Abstiegskampf. Wie Trainer Bauer und das Team auf die schwierige Lage zwischen Selbstkritik und Zuversicht reagieren.

Die zweite Niederlage in Folge gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt verschärft die Sorgen beim VfL Wolfsburg. "Wir können auch die Tabelle lesen. Wir haben jetzt zweimal die Chance verpasst, Big Points zu machen und das Tabellenbild freundlicher zu gestalten. Deshalb müssen wir weiter hart arbeiten und jetzt alles rausknallen", sagte Trainer Daniel Bauer nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln.

Zuversicht trotz Abstiegskampf 

"Wir kommen nur mit harter Arbeit da unten raus und indem wir eng zusammenstehen als Mannschaft", fügte der 43-Jährige hinzu. Mit weiter 19 Punkten schrumpft der Abstand zur Abstiegszone zusehends. In den kommenden Partien warten mit Borussia Dortmund und RB Leipzig zudem zwei Top-Teams. Sportchef Peter Christiansen betonte: "Es ist Abstiegskampf, das wissen wir alle. Wir sind, wo wir sind in der Liga - das ist Realismus."

Dennoch zeigte der Däne Zuversicht: "Ich vertraue der Spielergruppe, ich vertraue Daniel Bauer und dem Team. Ich glaube, dass wir es schaffen." Auch Stürmer Dzenan Pejcinovic äußerte sich kritisch, aber optimistisch: "Wir stehen nicht gut da. Ich glaube, wir müssen es so annehmen, dass das gerade aktuell der Abstiegskampf ist. Aber ich bin zuversichtlich, weil wir sind eine Mannschaft, wir gehören alle dazu, dass wir eine Reaktion zeigen."

Christiansen: Zu wenig Stabilität und Inkonstanz 

Vor allem in der ersten Hälfte hatte der VfL in Köln in der so anfälligen Defensive viel zu tun und musste in der 29. Minute den Treffer von Linton Maina hinnehmen, während nach vorne kaum etwas gelang. Nach dem Seitenwechsel zeigte das Team deutlich mehr Initiative, drängte auf den Ausgleich, blieb aber erfolglos. "Wenn du keine Stabilität hast und Inkonstant bist, ist das so", befand Sport-Geschäftsführer Christiansen. "Wir müssen auf dem Feld liefern."

Pejcinovic betonte mit Blick auf die aktuelle Lage: "Unsere Spielweise ist gerade nicht die Beste. Wir schauen kritisch auf die Tabelle und sehen, dass wir alle unzufrieden sind." Es sei nun wichtig, von Spiel zu Spiel zu schauen und gemeinsam als Team zusammenzuhalten und "alles rauszuhauen". "Aktuell wird uns nichts geschenkt und wir müssen sehr viel kämpfen dafür, aber das ist leider der Abstiegskampf", so der 20-Jährige.

dpa