Nachdem in den vergangenen Wochen insgesamt rund 500 geparkte Autos in Hannover zerkratzt wurden, hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der 45 Jahre alte Mann stehe im Verdacht, für einen Teil der Sachbeschädigungen verantwortlich zu sein, teilte die Polizeidirektion Hannover mit. Polizisten führten eine sogenannte Gefährderansprache bei dem Verdächtigen durch. Dabei wurden ihm die strafrechtlichen Konsequenzen verdeutlicht. Eine Festnahme des Verdächtigen sei "aus rechtlichen Gründen" derzeit nicht möglich, teilte die Polizei weiter mit.
Die Ermittler schließen nicht aus, dass es noch weitere, bislang unbekannte Täter geben könnte, die unabhängig von dem 45-Jährigen ebenfalls Autos beschädigten. Die Polizei ist daher weiter auf der Suche nach Zeugen.
Komplexe Ermittlungen
Seit Februar registrierte die Polizei vermehrt zerkratzte Fahrzeuge in nahezu allen Stadtteilen der Landeshauptstadt. Zuletzt häuften sich die Fälle: Allein zwischen dem 9. und dem 22. März seien nahezu 400 Anzeigen deswegen bei der Polizei eingegangen, teilten die Beamten weiter mit. Inzwischen seien die Meldungen über solche Sachbeschädigungen an Autos rückläufig.
Die Polizei nahm nach eigenen Angaben intensive Ermittlungen auf. Da es zwischen den Schadensbildern, den betroffenen Fahrzeugmarken und der Ausführung der Taten laut den Beamten keine klaren Zusammenhänge gibt, gestalteten sich die Ermittlungen komplex.