Der Buchenwald-Überlebende und Ehrenbürger Weimars, Sol Lurie, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Das teilte die Familie mit, wie es in einer Erklärung der Stadt Weimar hieß. Sol Lurie wurde demnach am 11. April 1930 im litauischen Kaunas geboren. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 mussten er und seine Familie in das neu geschaffene Ghetto von Kaunas ziehen. "Während die anderen Mitglieder seiner Familie zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden, versteckte sich der junge Sol zunächst, um dem möglichen Tod zu entgehen", so die Stadt Weimar, deren Ehrenbürger Sol Lurie im April 2024 wurde.
Zwischen 1941 und 1945 hätten ihn die Nazis in sechs Konzentrationslager eingesperrt. Sol Lurie überlebte und entging unzählige Male nur knapp dem Tod. Seine Mutter sei zwei Tage vor der Befreiung des Lagers Stutthof durch die Alliierten ermordet worden.
"Vor etwas mehr als 20 Jahren begann Sol erstmals, die Geschichte seiner Widerstandsfähigkeit und seines Überlebens zu erzählen", so die Stadt Weimar.