Datensatz ausgewertet
Steuerfahnder überprüfen 7.000 Influencer in NRW

In NRW nimmt die Steuerfahndung Tausende Influencer unter die Lupe (Symbolfoto) Foto: Alicia Windzio/dpa
In NRW nimmt die Steuerfahndung Tausende Influencer unter die Lupe (Symbolfoto) Foto
© Alicia Windzio/dpa
Steuerfahnder in NRW nehmen mehr als 7.000 Influencer unter die Lupe und prüfen, ob alle ihre Einkünfte korrekt versteuert haben.

Nach der Auswertung eines großen Datenpakets zu sogenannten Influencern überprüfen die Steuerbehörden allein in NRW mehr als 7.000 Menschen. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage.

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hatte ein Datenpaket mehrerer Social-Media-Plattformen mit Tausenden Datensätzen zur Verfügung gestellt bekommen. Das Material sei inzwischen aufbereitet, "die Datensätze konnten mehr als 7.000 Bürgerinnen und Bürgern allein in Nordrhein-Westfalen zugeordnet werden", so der Sprecher.

Untersuchungen werden zeitaufwendig

"Schon aufgrund dieser hohen Fallzahl ist die Bearbeitung der Daten in den zuständigen Dienststellen zeitaufwendig", hieß es vom Finanzministerium. In jedem einzelnen Fall werde nun überprüft, ob die betroffenen Personen ihre Steuern alle bezahlt haben.

Die neu gegründete "Influencer-Taskforce" der Steuerfahndung in NRW hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Damals hieß es von Behördenleiterin Stephanie Thien: "Es ist keine Seltenheit, dass eine Influencerin oder ein Influencer pro Monat mehrere zehntausend Euro verdient, aber nicht einmal eine Steuernummer hat."

dpa