Eishockey-WM
Fernsehen statt WM-Start: Ex-Kapitän Müller wird TV-Experte

Moritz Müller wird bei der Eishockey-WM TV-Experte. (Archivbild) Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa
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Eishockey-Bundestrainer Kreis wartete auf eine Entscheidung seines langjährigen Kapitäns in Bezug auf eine WM-Teilnahme. Die kam in Form einer Mitteilung des übertragenden Senders.

Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis muss auf kuriose Weise eine weitere WM-Absage verkraften. Statt an der in einer Woche beginnenden Weltmeisterschaft in der Schweiz als Spieler teilzunehmen, wird der langjährige DEB-Kapitän Moritz Müller Experte bei MagentaSport. Der 39-Jährige berichtet zusammen mit den Kommentatoren Basti Schwele, Rick Goldmann und Patrick Ehelechner sowie Moderator Sascha Bandermann von den WM-Spielen aus Zürich und Fribourg.

"Für mich war klar, dass ich diese WM in der Schweiz nicht spielen werde. Die familiäre Situation hat es dieses Jahr nicht zugelassen", sagte Müller, der noch keine Aussage über ein mögliches Karriereende getroffen hat. Sein Vertrag bei den Kölner Haien ist ausgelaufen, offiziell laufen aktuell Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit.

Kreis wartete auf Müller-Aussage

Nach einem Gespräch mit Bundestrainer Kreis über eine mögliche WM-Teilnahme des Olympia-Zweiten von 2018 und Vize-Weltmeisters von 2023 vor einigen Wochen hatte der DEB auf eine Entscheidung Müllers gewartet. Die kam nun in Form einer Mitteilung von MagentaSport, das alle deutschen WM-Spiele live überträgt.

"Nach all den Jahren als Kapitän betrachte ich die MagentaSport-Experten-Rolle schon als anspruchsvolle Aufgabe. Ich bin kein Sprücheklopfer für billige Zitate, aber ich werde meine Analysen und Einschätzungen schon ehrlich und authentisch treffen", sagte Müller, der im Februar bei den Olympischen Winterspielen noch Teil des deutschen Teams war. 

Zuvor bereits NHL-Absagen

Für die NHL-Profis Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider hatten Bundestrainer Kreis und DEB-Sportchef Christian Künast vor Olympia Müller als Kapitän abgesetzt. Nach dem letztlich verkorksten Turnier hatte Künast dies als Fehler eingestuft. Müller hatte während und nach der Winterspiele das Auftreten und die Spielweise des deutschen Teams kritisiert. Nach der Olympia-Enttäuschung hatten zuvor bereits die NHL-Starstürmer Draisaitl, Stützle und JJ Peterka wegen Verletzungen abgesagt.

dpa