Fahrlässige Tötung?
Nach Brand mit Todesopfer: Ermittlungen gegen Vermieterin

Wahrscheinlich löste ein technischer Defekt an einer Steckdose den Brand aus. (Archivbild) Foto: Markus Klümper/dpa
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Bei einem Feuer in einem Keller im Sauerland erleidet ein Bewohner eine tödliche Rauchvergiftung. Es stellt sich heraus: Die von ihm genutzten Kellerräume waren nicht als Wohnraum vorgesehen.

Nach einem tödlichen Brand in einem Haus in Kierspe im Sauerland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Vermieterin des Hauses. Gegen sie liege der Verdacht der fahrlässigen Tötung vor, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittlungen hätten gezeigt, dass die vom Todesopfer bewohnten Kellerräume nicht als Wohnraum vorgesehen waren. 

Bei dem Feuer am 29. April im Märkischen Kreis hatte der Bewohner der Kellerwohnung eines Mehrfamilienhauses lebensbedrohliche Verletzungen erlitten und war am nächsten Tag im Krankenhaus gestorben. Laut Obduktion starb er infolge der eingeatmeten Rauchgase. Drei weitere Menschen hatten leichtere Rauchgasvergiftungen erlitten, konnten das Krankenhaus aber inzwischen wieder verlassen. 

Nach der Inaugenscheinnahme des Brandortes gehen Ermittler und Sachverständige davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt an einer Mehrfachsteckdose das Feuer ausgelöst hat.

dpa