Justiz wird bürgernah
Neue Hotline hilft bei Nachlassfragen in Nordrhein-Westfalen

Die Servicehotline wird in fünf Städten angeboten und soll ausgeweitet werden. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa
Die Servicehotline wird in fünf Städten angeboten und soll ausgeweitet werden. (Symbolbild) Foto
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Ein Anruf reicht: Wer nach einem Todesfall Hilfe bei Nachlassfragen braucht, bekommt in NRW jetzt unkomplizierte Antworten – wie das Pilotprojekt funktioniert.

Wer einen Angehörigen verliert, soll in Nordrhein-Westfalen künftig schnellere Hilfe bei Erbschaftsfragen erhalten. Das Justizministerium hat für Bürgeranfragen zu Nachlassangelegenheiten eine zentrale Servicehotline eingerichtet. Zunächst startet das Projekt in fünf Städten.

Im Rahmen des Pilotprojekts werden Anrufe bei den Amtsgerichten in Essen, Köln, Nettetal, Recklinghausen und Wuppertal ab sofort von einer zentralen Stelle beantwortet. Die Hotline bietet kostenlos Unterstützung bei Fragen zu Zuständigkeiten und Abläufen – etwa zur Testamentseröffnung, dem Erbschein oder Erbausschlagungen.

Komplizierte Anfragen werden weitergeleitet

Um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten, leitet das Personal komplizierte Anfragen oder Fälle, für die ein Blick in die Akten nötig ist, direkt an das zuständige Nachlassgericht weiter. Dies soll unnötige Wartezeiten und mehrfache Anrufe vermeiden. Nach Abschluss der Pilotphase wird auf Basis der gesammelten Erfahrungen entschieden, ob das Angebot ausgeweitet wird.

Die jeweiligen Amtsgerichte haben regionale Telefonnummern zur Servicehotline:

Essen: 0201 803 1113Köln: 0221 771 1157Nettetal: 02153 915127Recklinghausen: 02361 585 713Wuppertal: 0202 498 7299

dpa