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AfD-Vorsitzende Weidel: Stehen hinter der AfD-Jugend

AfD-Bundeschefin Alice Weidel sagt der Nachwuchsorganisation Generation Deutschland (GD) ihre Unterstützung zu. Foto: Fabian Str
AfD-Bundeschefin Alice Weidel sagt der Nachwuchsorganisation Generation Deutschland (GD) ihre Unterstützung zu. Foto
© Fabian Strauch/dpa
AfD-Chefin Alice Weidel stellt sich klar hinter die neue AfD-Jugendorganisation in NRW – trotz deren Einstufung als Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz.

Die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel hat sich hinter die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestufte neue AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) in NRW gestellt. "Wir stehen voll hinter der Generation Deutschland", sagte Weidel beim Parteitag der nordrhein-westfälischen AfD in Marl. Die Einstufung des Jugendlandesverbands durch den NRW-Verfassungsschutz sei "ein weiterer Orden, den man sich hier ans Revers heften kann", sagte Weidel.

Unmittelbar vor dem Parteitag war der erst im Januar gegründete NRW-Verband der Generation Deutschland vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft worden. Schon die 2025 offiziell aufgelöste Junge Alternative NRW war als rechtsextremistischer Verdachtsfall beobachtet worden. Die Verfassungsschützer sehen gewichtige Anhaltspunkte, dass es sich bei der GD NRW de facto um eine personelle Fortführung der Jungen Alternative handele. 

Appell an Einigkeit der NRW AfD

Weidel rief den tief zerstrittenen mitgliederstärksten AfD-Landesverband zur Einigkeit auf. Besonders im bevölkerungsreichsten Bundesland werde eine "handlungsfähige und schlagkräftige" AfD gebraucht. Der größte Landesverband müsse als "geeint und vertrauenswürdig" wahrgenommen werden, der angriffslustig gegen die Regierung auftrete und alle einbinde, die sich engagieren wollten, sagte Weidel.

In der AfD NRW liefern sich ein eher gemäßigt auftretendes und ein äußerst rechtes Lager einen Machtkampf. Der Parteitag wollte am Samstag einen neuen Landesvorstand wählen. Der moderat auftretende amtierende Parteichef Martin Vincentz kämpfte um seine Wiederwahl

dpa