Ein 33-Jähriger aus Monheim muss sich als mutmaßlicher früherer Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat von diesem Donnerstag an in Düsseldorf am Oberlandesgericht verantworten. Dem Angeklagten werden neben Terrorismus auch Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Beihilfe zum Mord vorgeworfen, hatte das Gericht mitgeteilt.
Der Angeklagte soll sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft im Frühjahr 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben und bis Herbst 2017 für den IS aktiv gewesen sein. Angehörige seiner Einheit sollen Mitte August 2014 männliche Gefangene misshandelt, gefoltert und zwei von ihnen noch vor Ort enthauptet haben. Die übrigen Männer seien am nächsten Tag verschleppt und zum Teil getötet worden.
Der Syrer soll das Geschehen als bewaffneter Wachposten abgesichert haben. Der Angeklagte war am 20. Januar vergangenen Jahres in Monheim am Rhein festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für die Hauptverhandlung sind bis Ende März 19 Verhandlungstage angesetzt.