Krebs ist weiterhin Ursache für etwa jeden vierten Todesfall in Nordrhein-Westfalen. Wie das Statistische Landesamt berichtete, starben 2024 insgesamt mehr als 51.000 Menschen in NRW an Krebs und damit fast genauso viele wie ein Jahr zuvor. Im Durchschnitt erlagen unheilbar Krebskranke im Alter von 75,3 Jahren ihrem Leiden. Das durchschnittliche Sterbealter aller Verstorbenen lag mit 79,4 Jahren höher.
Unter den krebsbedingten Todesfällen stellten Erkrankungen der Verdauungsorgane im Jahr 2024 erneut die häufigste Todesursache dar. Der Anteil betrug 30 Prozent bei Männern und 27,2 Prozent bei Frauen. Auf Rang zwei folgten bösartige Neubildungen der Atmungsorgane und sonstiger lebenswichtiger Organe innerhalb der Brusthöhle.
Regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede
Die dritthäufigste Form krebsbedingter Todesfälle unterscheidet sich laut IT.NRW bei Männern und Frauen: Bei den Männern lagen bösartige Neubildungen der männlichen Genitalorgane mit einem Anteil von 12 Prozent an allen krebsbedingten Todesfällen auf Rang drei, bei den Frauen war es Brustkrebs mit einem Anteil von 16,5 Prozent.
Während Bonn mit 218 Sterbefällen je 100.000 Einwohnern landesweit die geringste krebsbedingte Sterberate aufwies, war sie in Herne mit 345 Sterbefällen je 100.000 Einwohnern am höchsten. Landesweit ergab sich 2024 eine krebsbedingte Sterberate von 284 Personen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner - zehn Jahre zuvor waren es 293 Fälle.