Unfall
Trauer bei Schweigeminute: „Schock durch Dinslaken gegangen“

Dinslaken ist geschockt - Bürgermeister Simon Panke an der Unfallstelle, es gibt eine Gedenkminute. Foto: Fabian Strauch/dpa
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Viele Menschen fühlen mit den Betroffenen des schweren Unfalls in Dinslaken, bei dem zwei Zwölfjährige starben. Am Freitagmorgen gab es eine Schweigeminute. In der Stadt wurde es ganz still.

Zwei Tage nach dem Unfall mit zwei getöteten Zwölfjährigen hat die Stadt Dinslaken mit einer Gedenkminute und Trauerbeflaggung ihre Anteilnahme gezeigt. „Wohin man auch schaut - überall drehen sich die Gespräche um den furchtbaren Unfall“, sagte Bürgermeister Simon Panke in einer Video-Botschaft. „Ein Schock ist durch Dinslaken gegangen.“

An der Gedenkminute um 09.15 Uhr hätten die gesamte Stadtverwaltung, die 19 Schulen der Stadt und viele Betriebe teilgenommen. „Es war sehr still im Rathaus und in der Stadt“, sagte eine Sprecherin. „Sogar der Gärtner vor dem Rathaus hat das Rasenmähen unterbrochen und innegehalten.“ 

Bürgermeister und Stadtspitze am Unfallort

Der Bürgermeister und die gesamte Stadtspitze kamen an den Unfallort. Dort wird in einem großen Zelt der Feuerwehr Seelsorge und psychologische Beratung angeboten. Viele Mitschüler und Dinslakener Bürger haben dort Kerzen, Blumen und Kuscheltiere abgelegt. Die Feuerwehr habe ein Spendenkonto für die Angehörigen eingerichtet, sagte der Bürgermeister. An der Gedenkminute beteiligte sich auch die direkte Nachbarstadt Duisburg.

Eine 47-jährige Frau war am Mittwochmorgen mit ihrem Auto in eine Schülergruppe gefahren, zwei Zwölfjährige starben. Unfallursache könnte ein Ohnmachtsanfall der Frau gewesen sein. Das ist aber noch Gegenstand der Ermittlungen. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Unterricht geht weiter - Schulpsychologen helfen

Der Unterricht ging in dem Gymnasium der beiden getöteten Jungen und in der Grundschule, vor der sich der Unfall ereignet hatte, am Freitag weiter – allerdings mit starker Unterstützung durch den schulpsychologischen Dienst. „Ich bin sicher, dass da heute noch einiges aufgearbeitet wird“, sagte die Stadtsprecherin.

dpa